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Zuviele Kilos und Covid: Wenn Übergewicht lebensgefährlich wird

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Zuviele Kilos und Covid: Wenn Übergewicht lebensgefährlich wird
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In der Coronapandemie haben SIE einen besonders schweren Stand - Übergewichtige. Auf ihr Konto gehen laut einer Studie des Weltobesitätsverbands die meisten Todesfälle nach einer Covid-Erkrankung. Die Corona-Sterblichkeit ist demnach zehn Mal höher in Ländern, in denen mehr als die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig ist.

Der Verband fordert daher, adipöse Menschen bei Impfungen und Tests vorzuziehen.

Olivia Barata Cavalcanti vom Weltobesitätsverband fordert:

Die Regierungen müssen Obesität ernst nehmen. Wir brauchen eine koordinierte Vorangehensweise. Wir appellieren an die Regierungen, unseren Anti-Obesitätsplan (ROOTS) umzusetzen und Übergewicht als Krankheit anzuerkennen. Man muss Adipositas vorbeugen, sie behandeln und untersuchen. Wir brauchen einen systemischen Lösungsansatz. Die Pandemie hat gezeigt, wie dringlich weltweit das Problem ist.

Wenn Sie Rat suchen, bietet die Selbsthilfegruppe Adipositas Betroffenen im gesamten deutschsprachigen Raum eine Anlaufstelle. Auf der Internetseite erklärt die Gruppe: "Jeder Mensch, der unter Adipositas leidet, macht eigene Erfahrungen beim Umgang mit der Krankheit. Daher ist es wichtig zu wissen, dass man damit nicht allein ist. Aus diesem Grund haben wir die Adipositas Selbsthilfe Interessengemeinschaft gegründet. Eine Gemeinschaft für Betroffene von Betroffenen, mit der größten Datenbank an Selbsthilfegruppen und Fachärzten in Deutschland, Österreich und der Schweiz."

In Europa ist die Krankheit in Italien, Belgien, Slowenien und Großbritannien besonders verbreitet. Als überwichtig gilt ein Mensch mit einem Body Mass Index, genannt BMI, von über 25. Dieser ergibt sich, indem man das Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat teilt.