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Schock über Krawalle in St. Gallen: Molotowcocktails und 21 Festnahmen

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Von Euronews  mit SRF, Blick, 20min
Polizei in der Schweiz - Symbolbild
Polizei in der Schweiz - Symbolbild   -   Copyright  STEFAN WERMUTH/AFP

In der Schweiz sind nicht nur die Polizistinnen und Polizisten, die im Einsatz waren, geschockt über die Gewalt in der Nacht auf Samstag in St. Gallen. Etwa 1.000 junge Leute hatten sich über Social Media verabredet, um trotz Corona-Regeln in der Stadt zu feiern. "Wir lassen uns nicht mehr einsperren - Corona und die Regierung können uns endgültig", brüllt eine 17-Jährige auf dem Roten Platz in der Innenstadt laut St. Galler Tagblatt.

Obwohl die Polizei auf Proteste vorbereitet war, eskalierte die Situation, weil die Sicherheitskräfte - auch mit Molotow-Cocktails - angegriffen wurden. 21 Personen wurden festgenommen, nur sechs davon kommen aus St. Gallen.

Viele junge Leute waren aus anderen Regionen der Schweiz angereist - einige offenbar nur, weil etwas los war. Das St. Galler Tagblatt zitiert zwei junge Männer aus Thun und Bern mit den Worten: "Hier läuft was, deshalb sind wir hier her gekommen."

Mehrere Jugendliche versuchten andere davon abzuhalten, Schaufenster einzuschlagen. Doch gegen 21 Uhr wurde die Stimmung immer aggressiver. Die Polizeikräfte setzte Tränengas und Pfefferspray ein, als sie angegriffen wurden. Es ist die Rede von "wenigen Chaoten".

BLICK titelt "50'000 Fr Schaden nach Krawall-Nacht" und hat einen Ticker zu den Protesten in St. Gallen eingerichtet. Die NZZ schreibt, dass die Situation trotz Vorbereitung der SIcherheitskräfte außer Kontrolle geraten sei bei den erneuten Randalen in St. Gallen.

Wenn man Frust ablassen will, kann man Sport draußen machen oder sonst was. Aber sicher nicht an den Polizistinnen und Polizisten auslassen.
Michael Schöbi
Polizei St. Gallen

Im Interview mit 20.min erklärt der Präsident des Verbandes der Kantonspolizei St. Gallen, Michael Schöbi: "Natürlich braucht es in so einer Situation Augenmaß. Aber Szenen wie am Freitag darf die Polizei nicht akzeptieren, da müssen die geltenden Massnahmen konsequent umgesetzt werden. Die Ausschreitungen von Freitag sind eine Respektlosigkeit sondergleichen. Wenn man Frust ablassen will, kann man Sport draußen machen oder sonst was. Aber sicher nicht an den Polizistinnen und Polizisten auslassen."

Solche Bilder kennen wir sonst nur aus dem Ausland, titelt 20 Minuten zum Schock der Polizistinnen und Polizisten, die in der Krawallnacht im Einsatz waren.