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Roadmovie "Nomadland" räumt vier Baftas ab

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Regisseurin Chloé Zhao und Schauspielerin Frances McDormand am Set von "Nomadland"
Regisseurin Chloé Zhao und Schauspielerin Frances McDormand am Set von "Nomadland"   -   Copyright  AP/AP
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Eine große Show vor leeren Stühlen: In London sind die britischen Filmpreise, die Baftas, verliehen worden. Die Preisträgerinnen und Preisträger waren per Video in die Royal Albert Hall zugeschaltet.

Baftas diverser und weiblicher denn je

Große Gewinnerin des Abends war die Chinesin Chloé Zhao. Ihr Roadmovie "Nomadland" räumte gleich vier Trophäen ab – darunter für den besten Film und die beste Regie.

Chloé Zhao ist erst die zweite Frau, die bei den Baftas als Regisseurin geehrt wurde. Nach der scharfen Kritik der letzten Jahre war der britische Filmpreis dieses Jahr so divers und weiblich wie nie zuvor.

"Nomadland" erzählt die Geschichte verarmter, in Wohnwagen lebender US-Amerikaner, die sich an die letzten Überreste des "American Dream" klammern.

"Wir möchten diese Auszeichnungen der nomadischen Gemeinschaft in den USA widmen, die uns so großzügig aufgenommen hat", sagte Zhao in ihrer Dankesrede. "Sie haben ihre Träume, ihre Kämpfe und ihren tiefen Sinn für Würde mit uns geteilt."

Hopkins erhält Preis für Rolle als Demenzkranker

Frances McDormand wurde für "Nomadland" als beste Hauptdarstellerin geehrt. Bester Hauptdarsteller ist Anthony Hopkins. Er wurde für seine Rolle als Demenzkranker in „The Father“ ausgezeichnet.

Das Drama des französischen Regisseurs Florian Zeller schildert die Handlung fast ausnahmslos aus der persönlichen Perspektive des dementen Protagonisten. Hopkins stellt alle Phasen der Krankheit sehr authentisch dar. Keine leichte Kost, aber ein zutiefst menschlicher, ehrlicher und deshalb berührender Film.