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100 Tage bis Olympia: "Die Regierung muss die Bevölkerung schützen"

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Die olympischen Ringe auf dem Takao-Berg bei Tokio sind nun sichtbar
Die olympischen Ringe auf dem Takao-Berg bei Tokio sind nun sichtbar   -   Copyright  (Photo : Koji Sasahara/Copyright 2021 The Associated Press)
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Auch hundert Tage vor ihrem geplanten Beginn stehen die Olympischen Spiele in Tokio noch auf wackligen Beinen.

Ihren Platz schon sicher haben aber die Maskottchen Miraitowa und Someity. Sie gaben sich ein Stelldichein bei der Enthüllung der olympischen Ringe auf dem Takao-Berg, die Tokios Gouverneurin Yuriko Koike mit einer klaren Ansage verband: "Wir werden den Kampf gegen das Coronavirus gewinnen und die Spiele 2020 stattfinden lassen. Wir werden es alle gemeinsam schaffen. Um das zu erreichen, werde ich alles geben."

"Lichtblicke in düsteren Zeiten"

Doch die Olympia-Skepsis in Tokio ist nicht verflogen, sondern ungebrochen. Zumal der offizielle Corona-Berater der Regierung bereits von einer vierten Welle an Neuinfektionen sprach. In mehreren Umfragen lehnten zwischen 60 und 80 Prozent der Hauptstädter die Spiele ab.

Aber eben nicht alle. Ein Passant in Tokio sagte: "In diesen düsteren Zeiten sind Lichtblicke wie der Gewinn einer Goldmedaille willkommen. Oder andere Dinge, die einem Energie geben."

Hingegen meinte eine Frau: "Die Aufgabe der Regierung ist der Schutz der Bevölkerung. OIympia sollte möglichst schnell abgesagt werden, wenn das überhaupt noch möglich ist."

Zählt das olympische Motto?

Nicht nur wegen des Nieselregens auf dem Takao-Berg haben die olympischen Ringe schon mal heller gestrahlt.

Das altehrwürdige olympische Leitmotiv "Dabeisein ist alles" könnte ab dem 23. Juli dramatisch auf die Probe gestellt werden. Nur 0,4 Prozent der japanischen Bevölkerung haben bis heute einen vollständigen Impfschutz.