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Isolation auf Chinesisch: Corona-Positive bei den Olympischen Spielen

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Von Euronews  mit AFP, AP
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John Leicester, ein Journalist der AP wartet im Isolationsraum bei den Olympischen Spielen auf sein Corona-Testergebnis
John Leicester, ein Journalist der AP wartet im Isolationsraum bei den Olympischen Spielen auf sein Corona-Testergebnis   -   Copyright  AP Photo/Steve Moyes

In den ersten sechs Tagen der Olympische Winterspiele wurde über 1,1 Millionen Corona-Tests durchgeführt. 407 fielen positiv aus. Für die Betroffenen heißt das: Quarantäne und Isolierung in einer Einrichtung außerhalb "olympischen Blase", einem "Isolationshotel" in den Bergen nordwestlich von Peking.

Einer dieser positiv Getesteten ist der aus Australien stammende Journalist Julian Linden. Nach seiner Ankunft in Peking wurde der 54-jährige per E-Mail informiert, dass er im Hotel bleiben müsse, da er positiv auf COVID-19 getestet worden sei, trotz mehrerer Tests vor seiner Abreise.

"Vier Leute in Schutzanzügen standen vor meiner Tür und sagten mir, dass ich mitkommen müsse. Sie eskortierten mich die Treppe hinunter aus dem Hotel."

"Als ich in das Isolationshotel hineingeführt wurde, sah es aus wie die Hotellobby in dem Film "Shining", denn im Foyer war niemand zu sehen, und die einzigen Leute, die einen begrüßten, waren in Schutzanzügen gekleidet, sprachen durch Telefonübersetzer und sagten, man solle ihnen folgen."

"Sie brachten mich eine Treppe hinauf in den fünften Stock, einen langen, leeren Korridor hinunter in ein Zimmer. Und dort stand mein Name auf dem Zimmer."

Seit neun Tagen befindet sich Linden in dem Hotel. Seine größte Frustration: er weiß nicht, wann seine Isolationszeit enden wird.