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Rama zum Dritten? Albanien wählt

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Rama zum Dritten? Albanien wählt
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Mehr als dreieinhalb Millionen Menschen sind in Albanien am Sonntag zur Teilnahme an der Parlamentswahl aufgerufen. Sie können zwischen zwölf Parteien und acht unabhängigen Bewerbungen entscheiden. Eine Änderung des Wahlrechts sorgt dafür, dass nicht nur über Parteien, sondern auch über Personen abgestimmt wird.

Gewalt in Elbasan

Manche nahmen den Begriff Wahlkampf allzu wörtlich, zwischen den Gefolgschaften der politischen Lager kam es zu Gewalttätigkeiten. In der Stadt Elbasan wurde am Mittwoch ein Wahlhelfer der Sozialisten von einem Mann erschossen, der Medienberichten zufolge ein Anhänger der Partei PD ist. Teile der Opposition warfen den regierenden Sozialisten den Versuch vor, Stimmen zu kaufen und Andersdenkende einzuschüchtern.

Seit September 2013 ist Edi Rama Ministerpräsident des Landes. Er bewirbt sich um eine dritte Amtszeit. „Ich bin mir sicher, dass Albanien am 25. April über unsere Errungenschaften abstimmen wird, die wir zuallererst in zwei Kämpfen erreicht haben: Die Erholung von den Folgen des Erdbebens und der Fluch der Pandemie, die wir Schritt für Schritt bekämpfen", sagt Rama.

Zu Ramas aussichtsreichen Widersachern gehört Lulzim Basha von der PD, der Demokratischen Partei. „Vier weitere Jahre wie in den vergangenen acht sind von niemandem in Albanien hinnehmbar. Die Menschen, die in die Europäische Union wollen, wissen, dass das geschehen wird, wenn für einen Wechsel gestimmt wird“, meint Basha.

Auch die Sozialdemokratin Monika Kryemadhi will politischen Wandel erreichen - eines ihrer Ziele lautet: Die Abwanderung soll umgekehrt werden. „Der Bevölkerungsrückgang, junge Menschen, die das Land verlassen: Diese Probleme kann man nicht mit Worten bekämpfen. Dafür braucht es Verstand und Taten. Unsere Partei hat einen eindeutigen Plan, um junge Frauen und Männer zurückzuholen", sagt sie.

Albanien ist potenzieller EU-Beitrittskandidat

Die Europäische Union stuft Albanien zurzeit als potenziellen Beitrittskandidaten ein, nachdem das Land seine Bewerbung um eine Mitgliedschaft im Jahr 2009 eingereicht hatte. Brüssel hat dem Land einige Hausaufgaben aufgegeben.

euronews-Reporterin Xhoi Zajmi kommentiert: „Wer diese Wahl gewinnt, steht vor Herausforderungen: Der Wiederaufbau nach der Pandemie, Arbeitslosigkeit, die Stärkung der Institutionen und der Aufbau eines widerstandsfähigen Rechtsstaats, um die Korruption zu bekämpfen, sind nur einige der Aufgaben, die die neue Regierung bearbeiten muss, um das Land der Europäischen Union einen Schritt näherzubringen."