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NOMADLAND heimst 3 Oscars ein: Chloé Zhao auch beste Regisseurin

Filmemacherin Chloe Zhao
Filmemacherin Chloe Zhao   -   Copyright  AP/AP
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Die Filmemacherin Chloé Zhao hat bei der wegen der Corona-Pandemie etwas stilleren Oscar-Verleihung in Los Angeles gleich drei Preise gewonnen. Ihr Road Movie NOMADLAND wurde als bester Film ausgezeichnet - und die 39-Jährige bekam den Oscar als beste Regisseurin. Zudem wurde Frances McDormand für die Hauptrolle als beste Schauspielerin mit einem Oscar belohnt.

NOMADLAND erzählt vom Schicksal einer Arbeitsmigrantin in den USA.

Chloé Zhao: "Die Menschen sind gut"

Chloé Zhao ist in Peking geboren, lebt aber seit Jahren in Kalifornien. Das chinesische Motto der Filmemacherin ist "Die Menschen sind gut". Sie sagte in Los Angeles: "Menschen sind von Geburt an gut, und diese Überzeugung hatte einen großen Einfluss auf mich, als ich ein Kind war. Und ich glaube auch heute noch fest daran, selbst wenn man manchmal denkt, dass das Gegenteil stimmt, aber ich habe immer an das Gute in den Menschen geglaubt, denen ich begegnet bin, egal wo ich auf der Welt war."

Frances McDormand fordert dazu auf, ins Kino zu gehen

Frances McDormand erhielt für ihre Rolle in dem Film NOMADLAND den Preis als beste Hauptdarstellerin. Sie forderte alle dazu auf, demnächst jeden, den sie kennen, ins Kino einzuladen, um dort alle an diesem Oscar-Abend geehrten Filme anzuschauen.

Anthony Hopkins bester Schauspieler

Der 83 Jahre alte Anthony Hopkins bekam den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in THE FATHER. Der Film von Florian Zeller handelt von einem an Demenz erkrankten Mann.

Thomas Vinterberg gewinnt Oscar und weint um seine Tochter (19)

Bester Internationaler Film ist ANOTHER ROUND - deutscher Titel DER RAUSCH - von Thomas Vinterberg. Die 19 Jahre alte Tocher des dänischen Regisseurs war während der Dreharbeiten zu diesem Film bei einem Autounfall gestorben. Deshalb weinte Thomas Vinterberg auch bei der Oscar-Verleihung.

Eine kleine Tanz-Einlage gab es von Glenn Close, die zwar keinen Oscar gewann, aber die Anwesenden und die Internet-User:innen begeisterte. Während der Show sprang die 74-Jährige von ihrem Platz auf und ließ ihre Hüften zum Song 2Da Butt2 kreisen. Filmregisseur Spike Lee hatte das Lied für seinen Film "School Daze" (1988) schreiben lassen, erzählte Close. Sie kritisierte, dass der Film damals nicht für einen Oscar nominiert wurde.

Der Dokumentarfilm MY OCTOPUS TEACHER (MEIN LEHRER, DER KRAKE) wurde in der Kategorie"Documentary Feature" geehrt.

Und hier die Liste der vergebenen Preise

- Bester Film: «Nomadland» von Chloé Zhao

- Regie: Chloé Zhao für «Nomadland»

- Hauptdarsteller: Anthony Hopkins für «The Father»

- Hauptdarstellerin: Frances McDormand für «Nomadland»

- Nebendarstellerin: Yuh-Jung Youn für «Minari»

- Nebendarsteller: Daniel Kaluuya in «Judas and the Black Messiah»

- Internationaler Film: «Der Rausch» von Thomas Vinterberg

- Kamera: Erik Messerschmidt für «Mank»

- Original-Drehbuch: Emerald Fennell für «Promising Young Woman»

- Adaptiertes Drehbuch: Christopher Hampton und Florian Zeller für «The Father»

- Schnitt: Mikkel E.G. Nielsen für «Sound of Metal»

- Filmmusik: Trent Reznor, Atticus Ross und Jon Batiste für «Soul»

- Filmsong: H.E.R. (Gabriella Wilson, Dernst Emile II, Tiara Thomas) für «Fight For You» (Judas and the Black Messiah)

- Produktionsdesign: Donald Graham Burt und Jan Pascale für «Mank»

- Ton: Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michelle Couttolenc, Carlos Cortés und Phillip Bladh für «Sound of Metal»

- Visuelle Effekte: Andrew Jackson, David Lee, Andrew Lockley und Scott Fisher für «Tenet»

- Animationsfilm: «Soul» von Pete Docter und Dana Murray

- Animations-Kurzfilm: «If Anything Happens I Love You» von Will McCormack und Michael Govier

- Dokumentarfilm: «My Octopus Teacher» von Pippa Ehrlich, James Reed und Craig Foster

- Dokumentar-Kurzfilm: «Colette» von Anthony Giacchino und Alice Doyard

- Make-up/Frisur: Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal und Jamika Wilson für «Ma Rainey's Black Bottom»

- Kostümdesign: Ann Roth für «Ma Rainey's Black Bottom»

- Kurzfilm: «Two Distant Strangers» von Travon Free und Martin Desmond Roe