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Streit um "Ehe für Alle": Referendum in der Schweiz

Wird die "Ehe für Alle" in der Schweiz gekippt?
Wird die "Ehe für Alle" in der Schweiz gekippt?   -   Copyright  Chiang Ying-ying/ Associated Press
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Streit um gleichgeschlechtliche Ehen in der Schweiz: Das Land wird erneut über die sogenannte Ehe für Alle abstimmen. Wie die Staatskanzlei in Bern am Dienstag mitteilte, seien ausreichend Stimmen für ein Referendum gegen die Gesetzesänderung zustande gekommen, die es gleichgeschlechtlichen Paaren ermöglicht zu heiraten. Die GegnerInnen der Ehe für Alle haben demnach fast 70.000 Unterschriften gesammelt.

Das Parlament hatte im Dezember die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare sowie den Zugang zur Samenspende für lesbische Paare beschlossen.

Argument: Nur Ehe zwischen Frau und Mann ist "natürlich"

Hinter dem Referendum steht eine überparteiliche Initiative, die mit dem Slogan "Ja zu Ehe und Familie, Nein zur Ehe für alle" wirbt. Sie argumentiert, nur die Ehe zwischen Mann und Frau sei eine "natürliche Lebensgemeinschaft". "Nur aus dieser Verbindung entstehen Kinder, welche die Zukunft der Gesellschaft sicherstellen." Sie sieht die "Ehe für Alle" als Verfassungsbruch.

Das Referendum gegen die Ehe für alle und den Samenspende-Zugang für lesbische Paare ist offiziell zustandegekommen....

Posted by Nein zur Ehe für alle on Tuesday, April 27, 2021

Gegenpetition gestartet

Die politische Bewegung "Operation Libero" hält dagegen. Sie hat für eine Petition zugunsten der "Ehe für alle" nach eigenen Angaben 107 000 Unterschriften zusammengebracht und will sich im Abstimmungskampf gegen die Gegner engagieren. Die Operation Libero setzt sich nach eigenen Angaben für eine offene Schweiz und liberale Anliegen ein.

Nach Angaben der Schwulen- und Lesbenorganisation "Pink Cross" sind 80 Prozent der SchweizerInnen für die Ehe für Alle. Diese sei ein "großer Schritt hin zur Akzeptanz von Homosexuellen", so Roman Heggli von "Pink Cross" im Interview mit euronews.

Das ganze Interview (auf Englisch):