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Exklusiv: Interview mit dem belarussischen Außenminister

Von Anelise Borges
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Exklusiv: Interview mit dem belarussischen Außenminister
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Es herrscht Ruhe in Belarus, gespenstische Ruhe, nach den anhaltenden Protesten gegen die Wiederwahl des Dauermachthabers Alexander Lukaschenko und den Vorwürfen des Wahlbetrugs.

Die Köpfe der Opposition sind im Ausland oder inhaftiert, Lukaschenko arbeitet an der Sicherung seiner Macht, unterstützt von Russland, von dem es abhängig ist. International ist Belarus sanktioniert und isoliert - zu Unrecht, wie der belarusssiche Außenminister im euronews Interview meint.

Wir sehen die Ereignisse des letzten Jahres aus einem anderen Blickwinkel. Es ist schon möglich, dass die Regierung manchmal übertrieben reagiert hat, aber es war angemessen angesichts der absolut nicht friedlichen, sondern gewaltsamen Proteste, die in Belarus stattfanden.
Wladimir Makei
Belarussischer Aussenminister

Die Opposition spricht von nordkoreanischen Verhältnissen, von Demokratie könne keine Rede sein.

Sogar eine bekannte Menschenrechtsorganisation wie "Freedom House" - die bekanntlich keine Sympathien für das Land hegt - meint, dass Belarus jetzt weiter von der Demokratie entfernt ist als zuvor. Dem stimme ich völlig zu. Aber die Frage ist, warum? Warum wurde das Land so zurückgeworfen? Und durch wen? Das ist eine rhetorische Frage, und sie richtet sich in erster Linie an diese Menschenrechtsverteidiger, die in Europa sitzen.
Wladimir Makei
Belarussischer Aussenminister

Machthaber Lukaschenko versucht inzwischen den Machterhalt für sich und seine Familie per Dekret zu zementieren, mit Hilfe der Geheimdienste und an der Verfassung vorbei. Ein angeblicher Putschversuch, jüngst gemeinsam aufgedeckt von russichen und belarussischen Geheimdiensten, dient als Legitimation.

Erfahren Sie mehr im Exklusiv-Interview mit dem belarussischen Außenminister an diesem Freitagabend - auf Euronews.