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Covid-19 auf Bestellung: Leben riskieren für den Grünen Pass?

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Junge Menschen sind in der Impfreihenfolge in vielen Ländern zuletzt dran.
Junge Menschen sind in der Impfreihenfolge in vielen Ländern zuletzt dran.   -   Copyright  Screenshot, Sendung Real Economy, Euronews
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In der Region Grenland in Norwegen sollen junge Leute umgerechnet 10 bis 20 Euro zahlen, um sich absichtlich mit Covid-19 infizieren zu lassen. Der Verkauf der Ansteckung mit Coronaviren soll angeblich über die Handy-App Snapchat stattfindet.

Hedda Foss Five ist Bürgermeisterin von Skien, eine kleine Stadt in der Region, und hofft, dass das nur ein Gerücht ist. "Ich hoffe, dass sie es nicht ernst meinen, denn das wäre wirklich tragisch. Ich hoffe, dass die jungen Leute verstehen, dass das eine Krankheit ist, an der Manchen schwer erkranken können. Wir haben auch mehrere Todesfälle hier in Skien gehabt wie in ganz Norwegen."

Motivation für den riskanten Deal ist wohl das "Corona Zertifikat", das die norwegische Regierung einführen will - eine Art Grüner Pass wie in der EU, der geimpften und genesenen Menschen wieder gewisse Freiheiten wie zum Beispiel Reisen gewährt.

"Es wird sich zeigen, ob es richtig war, so lange mit dem Impfen von junge Menschen zu warten", meint die Bürgermeisterin.

Experten haben davor gewarnt, dass ein Grüner Pass als Eintrittskarte in Restaurants und Passierschein über Landesgrenzen zu Begehrlichkeiten und Missbrauchsanreizen führen könnte.

"Ich persönlich denke, dass es an der Zeit ist, denn Kinder und Jugendliche haben während der Pandemie viele Opfer gebracht. Jetzt sehen sie, dass sie die letzten sind, die mit Freunden zusammen sein und gemeinsam Spaß haben dürfen, während sich die Älteren in der Bevölkerung früher austoben dürfen", so Hedda Foss Five.

Norwegen hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von nur 57. Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie in Norwegen 117.995 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 774 sind daran gestorben.