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Impfpässe im Darknet bestellen: LKA warnt vor schweren Folgen

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Impfpässe können illegal über das Darknet oder Messengerdienste bestellt werden
Impfpässe können illegal über das Darknet oder Messengerdienste bestellt werden   -   Copyright  DEARD via EVN/screengrab
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Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat vor gefälschten Impfausweisen gewarnt. Diese würden etwa im Darknet oder über Messengerdienste angeboten.

In der EU soll der viel beschworene digitale Impfpass im Juni kommen. Aber auch der wird in gedruckter Form und somit nicht fälschungssicher erhältlich sein.

Das Fälschen sei eine Straftat, die andere Straftaten nach sich ziehen könnte, warnte Oliver Hoffmann vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg: "Diese Delikte - Urkundenfälschung zum Beispiel - werden mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft oder mit einer Geldstrafe. Wenn Sie nachher so einen Pass gebrauchen, ins Kino gehen, oder zu einer Theaterveranstaltung, und dann dort Menschen mit Corona infizieren, dann rden wir hier auch sehr schnell über Körperverletzungsdelikte."

Und selbst wenn das digitale "Grüne Zertifikat" bald erhältlich ist, bleibt trotz QR-Codes ein großes Problem bestehen. Auch die digitalen Daten basieren in der Regel aus Mangel an technologischen Alternativen auf den guten alten analogen Impfpässen mit oft handschriftlichen Einträgen.

Immerhin haben sich Vertreter von EU-Ländern an diesem Donnerstag auf technische Rahmenbedingungen für die Einführung des digitalen Impfpass geeinigt. Die Leitlinien beinhalten zum Beispiel den QR-Code, über den Daten zu Impfungen, Coronatests und überstandenen Covid-19-Infektionen abgerufen werden können.

Hinzu kommen Richtlinien für Sicherheitsmechanismen, die Fälschungen verhindern sollen. In der kommenden Woche soll im EU-Parlament über die genaue Gestaltung des Zertifikats, das auf jeden Fall viele Reiseerleichterungen verspricht, abgestimmt werden.