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Ausschreitungen an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko

Im Konflikt um die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta hat sich der Umgangston beider Regierungen ein weiteres Mal verschärft.

Das marokkanische Außenministerium erklärte, spanische Attacken auf Marokko in den Medien aufgrund "falscher Nachrichten" könnten nicht den "wahren Grund" für die Krise verbergen.

Nach Ansicht des Außenamtes wurde der Konflikt ausgelöst, weil Madrid den Chef der Unabhängigkeitsbewegung Polisario in Westsahara, Brahim Gali, zur Behandlung seiner Covid-19-Erkrankung aufgenommen hat.

Tausende Menschen, darunter auch viele Frauen und KInder, haben in den vergangenen Tagen nach einer Lockerung der marokkanischen Grenzkontrollen in dem Gebiet die Grenze zu der Exklave überquert. Ein Großteil von ihnen wurde bereits wieder zurückgeschickt.

Am Mittwochabend kam es zu Auseinandersetzungen auf marokkanischer Seite der Grenze, nachdem sich dort zahlreiche Jugendliche versammelt hatten. Sie hielten offenbar Ausschau nach einem Schlupfloch nach Ceuta, als marokkanische Sicherheitskräfte anrückten.

Die Jugendlichen warfen Steine, errichteten Straßenbarrikaden und zündeten diese an.