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Für das Haus sind als Isolation für die Wände ausschließlich mit Schnipseln befüllte Plastikflaschen verwendet worden
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Architektur in Myanmar: Bibliothek auf 5000 Plastikflaschen gebaut

Es war das Vorzeigeprojekt der NGO "Clean Yangon" im Norden der gleichnamigen und größten Stadt von Myanmar: Eine Bibliothek für Waisenkinder, komplett auf Plastikflaschen gebaut. 

Es war das Vorzeigeprojekt der NGO "Clean Yangon" im Norden der gleichnamigen und größten Stadt von Myanmar: Eine Bibliothek für Waisenkinder, komplett auf Plastikflaschen gebaut. 

Diese wiederum sind mit gesammelten Plastikschnipseln befüllt, die in mühsamer Handarbeit erst zerkleinert und dann mit Holzstäben in die Flaschen gestopft werden. Bis eine PET-Flasche gefüllt ist, vergeht schon mal eine Stunde. Aber die Masse macht` s auch hier: 5000 Exemplare reichten aus, um das Gebäude bezugsfertig zu machen. Leider kam dann der Militärputsch dazwischen, deshalb steht die Bibliothek leer.

Das Verbauen von Plastikflaschen ist nicht neu, führt aber immer wieder zu erstaunlichen Anwendungen und Projekten. Der Ursprung dieses Recycling-Verfahrens liegt in Guatemala. Dort veredelten die Bewohner mehrerer Dörfer im Jahr 2005 PET-Flaschen und Tetrapaks zu Nutzgegenständen, weil ihnen jegliche Form von Müllentsorgung fehlte. So entanden erste Hauswände und Dächer.

In Myanmar hielt das Verfahren vor sechs Jahren erstmals Einzug, als die Stiftung Badana Aid anfing, Klassenräume aus Plastikflaschen zu bauen. Auch das Projekt "Clean Yangon" war letztlich nicht so inhaltsleer,  wie nun die Bibliothek daherkommt: Die Macher berichten von vielen Lerneffekten unter den Waisenkindern, die die Fortschritte des Baus tagtäglich mitverfolgen konnten. Außerdem hätten die KInder so gelernt, Plastik auch wertzuschätzen.

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