Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Wie können wir uns besser vor der Delta-Variante schützen? Spahn und Wieler geben Auskunft

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
Jens Spahn zeigt den Impfpass und den digitalen Impfnachweis
Jens Spahn zeigt den Impfpass und den digitalen Impfnachweis   -   Copyright  Michael Kappeler/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schriftgrösse Aa Aa

In Deutschland geht die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zurück. Doch der Schein trügt, bereits jetzt zeichnet sich ab, dass spätestens im Herbst die zuerst in Indien aufgetauchte Delta-Variante das Infektionsgeschehen bestimmen wird. Die Delta-Variante dominierte die wöchentliche Pressekonferenz des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn und dem Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler.

Delta-Variante wird Infektionsgeschehen bald dominieren

Deren Anteil werde über den Sommer weiter zunehmen. Den am vergangenen Dienstag veröffentlichten Zahlen des RKI zufolge macht der Anteil der Delta-Variante am Infektionsgeschehen bereits 15 Prozent aus, Tendenz steigend. "Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Variante die Hoheit übernimmt in unserem Land", so Wieler.

"Lassen Sie uns die wiedererlangten Freiheiten, die wir uns so hart erkämpft haben, nutzen und die Inzidenzen niedrig halten", sagte Wieler. Neben den Impfungen sei es wichtig, dass die Basismaßnahmen eingehalten - und auch die AHAL-Regeln weiterhin angewandt würden. Auch im Urlaub könne man diese beachten. Denn auch sie schützten effektiv, so Wieler.

Spahn betonte die Wichtigkeit, sich nach dem Sommerurlaub testen zu lassen. Allerdings helfe "impfen gegen alle bisher bekannten Varianten", daher habe die Fortsetzung der Impfkampagne oberste Priorität. Er forderte die Bevölkerung auf, auch ihren zweiten Impftermin nicht verstreichen zu lassen. Die Impfungen böten den besten Schutz, sich nicht mit dem Virus anzustecken: "Impfung oder Infektion", das sei die Wahl jedes Einzelnen.

Dritte Booster-Impfung sinnvoll?

Zur Frage nach einer dritten Booster-Impfung erklärte der ebenfalls anwesende Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie an der Berliner Charité, Leif Erik Sander, dass diese vor allem Risikogruppen sinnvoll wäre. Allerdings fehlten Daten für eine "abschließende Bewertung". Er warnte vor Impfmüdigkeit und appellierte an die Menschen, auch ihren zweiten Impftermin wahrzunehmen.

Inzwischen sind in Deutschland nach Angaben des RKI fast 53 Prozent der Bevölkerung einfach geimpft, 28 Prozent haben den vollen Impfschutz. Spahn hielt auch an seiner Aussage fest, allen 12- 18-Jährigen bis Ende August ein Impfangebot machen zu können. RKI-Präsident Wieler plädiert zudem dafür, die AHAL-Regeln an Schulen beizubehalten. Neben einer Maskenpflicht plädierte er für die Beibehaltung systematischer Tests bei Lehrpersonal und Schüler:innen.