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Getötete Leonie (13) war "kleiner Rebell" - Suche nach 4. Verdächtigen

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Von Euronews mit AP, ORF, Standard, heute.at
Polizei in Wien in Österreich - ARCHIV
Polizei in Wien in Österreich - ARCHIV   -   Copyright  Matthias Schrader/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
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Nach dem Tod einer 13-Jährigen in Wien, die offenbar vergewaltigt worden war - nachdem man ihr Dorgen verabreicht hatte -, fahndet die Polizei nach einem vierten Verdächtigen. Der 22 Jahre alte Mann wird mit einem europäischen Haftbefehl gesucht.

Nach einem 18-Jährigen und einem 16-Jährigen ist seit diesem Sonntag ein 22-Jähriger aus Afghanistan in Untersuchungshaft. Es soll sich um einen wegen Suchtmittelhandels, Hehlerei und Körperverletzung vorbestraften Asylbewerber handeln, der seit 2017 hätte abgeschoben werden sollen. Das Ermittlungsteam geht laut dem STANDARD davon aus, dass sich der Gesuchte ins Ausland abgesetzt hat.

Innerhalb der Regierungskoalition ist auch ein Streit darüber entbrannt, ob die Asylgesetze in Österreich verschärft werden müssen.

Leonie war "geliebter kleiner Rebell" der Mutter

Die getötete 13-Jährige lebte mit ihrer Familie mit vier Geschwistern in Tulln in Niederösterreich. Die 40 Jahre alte Mutter arbeitet in der mobilen Pflege, der Vater ist Notfallsanitäter. Im Interview mit heute.at erzählt die Mutter, dass die tote Tochter ihr "geliebter kleiner Rebell" war.

Offenbar kam die Jugendliche öfter später nach Hause als geplant. Zum Abend des Verschwindens des Kindes am 25. Juni sagt die Mutter: "Ein Freund (15) von Leonie hatte meine Tochter noch am Samstag um 2 Uhr am Donaukanal gesehen. Es war ein junger Ausländer bei ihr, vermutlich der 16-Jährige. Der Freund dachte sich nichts dabei. Denn ich bin sicher: Wäre es der Ältere gewesen, hätte er Leonie angesprochen."

Offenbar hat der 16-Jährige, der in U-Haft genommen wurde, erklärt, er sei mit Leonie befreundet gewesen. Alle Festgenommenen bestreiten, das Mädchen ermordet zu haben.

Die Eltern waren auch entsetzt darüber, dass ihre Tochter zunächst für eine 18-Jährige gehalten wurde. Erst nach der Beschreibung der Kleidung und der hellen grünen Augen kam der Verdacht auf, dass es sich bei dem toten Mädchen um Leonie handeln könne.

Die Leiche des Mädchens wurde am frühen Morgen des 26. Juni an einem Baum lehnend in einer Grünanlage zwischen zwei Fahrstreifen in Wien-Donaustadt gefunden. Die Wohnung des 18-Jährigen, der als Haupttäter vermutet wird, befindet sich in der Nähe des Fundorts der Leiche.