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EU-Strategie um China Konkurrenz zu machen

Von Pedro Sacadura
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EU-Strategie um China Konkurrenz zu machen
Copyright  JOHN THYS/AFP
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Die EU will einen eigenen Plan entwickeln, um die chinesische Neue Seidenstraße zu kontern. Damit ist der Aus- und Aufbau transkontinentaler Handels- und Infrastrukturnetze gemeint. China hat bereits in den griechischen Hafen Piräus und italienische Projekte investiert.

Die EU-Außenminister stimmten nun einer gemeinsamen Strategie eines global vernetzten Europas zu. Diese soll von 2022 an Europa besser mit der Welt verbinden.

Die EU-Außenpolitik wolle dadurch die Konnektivität in ihren Mittelpunkt stellen, sagte EU-Außenbeauftragter Josep Borrell. Diese Strategie habe vor zwei Jahren mit Japan als Partner begonnen, künftig wolle man sich stärker mit dem Nahen Osten, Zentralasien und China auseinandersetzen. Europas Weg habe allerdings ein anderes Ziel als die Neue Seidenstraße Chinas.

Eine bessere Konnektivität bedeutet eine Diversifizierung von Wertschäpfungsketten bei gleichzeitigem Abbau von strategischer Abhängigkeit der EU und ihrer Partner. So hat Monenegro etwa Schwierigkeiten, einen Milliardenkredit an China für sein Autobahnnetz zu bedienen.

Die WIssenschaftlerin Alicia García-Herrero warnt vor einer Abhängigkeit auch in Handelsfragen, um Brüche von Zulieferketten zu vermeiden. Wenn man etwa 90 Prozent eines wichtigen Produkts durch einen Hafen importiere, der von China kontrolliert werde und dann einen Konflikt mit China entfache, dann seien die Importe und der Hafenzugang bedroht.

Auch die Teilnehmer des jüngsten G7-Gipfels hatten sich auf einen Plan zur Zurückdrängung des chinesischen Einflusses verständigt. Deshalb setzt die EU auf Partnerschaften in Sachen Konnektivität.

Journalist • Stefan Grobe