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Frau stirbt nach Doppelinfektion mit Corona-Varianten Alpha und Beta

Von Euronews mit AFP
Covid-19 Patient auf der Intensivstation im Erasme Krankenhaus in Brüssel, 28.04.2021
Covid-19 Patient auf der Intensivstation im Erasme Krankenhaus in Brüssel, 28.04.2021   -   Copyright  AP/Francisco Seco
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Wie erst jetzt bekannt wurde ist in Belgien eine Frau gestorben, die sich gleichzeitig mit der Alpha- und Beta-Variante des Coronavirus iniziert hatte.

"Dies ist einer der ersten dokumentierten Fälle einer Co-Infektion mit zwei besorgniserregenden Varianten von SARS-CoV-2", erklärte Molekularbiologin Anne Vankeerberghen, Autorin der Studie, die auf dem European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ECCMID) veröffentlicht wurde.

Die 90-Jährige starb im März, nachdem sie nach mehreren Stürzen in ein Krankenhaus in der belgischen Stadt Aalst eingeliefert worden war. Sie hatte zu dem Zeitpunkt keine Impfung gegen COVID-19 und wurde bei ihrer Ankunft positiv auf das Virus getestet. Ihre Sauerstoffsättigung war zunächst ausreichend, sie zeigte keine Anzeichen von Atemnot.

Sie entwickelte jedoch "rasch eine Verschlechterung ihrer Sauerstoffversorgung und starb fünf Tage später", hieß es in einer Erklärung.

Laut Dr. Vankeerberghen "ist es schwierig zu sagen, ob die Co-Infektion mit zwei Varianten eine Rolle bei der schnellen Verschlechterung des Zustands der Patientin spielte."

Hat die Doppelansteckung zum Tod geführt?

Bei umfangreichen Tests und Sequenzierungen entdeckte das Krankenhaus, dass sie mit zwei Varianten infiziert war: der Variante Alpha, die zuerst in Großbritannien dokumentiert worden war, und der Beta-Variante, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde.

"Beide Varianten zirkulierten zu der Zeit in Belgien, daher ist es wahrscheinlich, dass sich die Dame bei zwei verschiedenen Personen angesteckt hat. Leider wissen wir nicht, wie sie sich infiziert hat", so Dr. Vankeerberghen weiter.

Beide Varianten wurden der Weltgesundheitsorganisation erstmals im Dezember gemeldet und haben sich seitdem weltweit in mehr als 40 Ländern ausgebreitet.

"Bis heute gibt es keine anderen veröffentlichten Fälle" von Co-Infektionen mit zwei Varianten, bemerkte Dr. Vankeerberghen und betonte, dass es "entscheidend" sei, ein "wahrscheinlich unterschätztes" Phänomen weiter zu sequenzieren und zu untersuchen.

In Brasilien wurden zwei Fälle dokumentiert, von Menschen, die sich gleichzeitig mit zwei verschiedenen Varianten infiziert hatten. Eine Studie hatte im Januar von ihnen berichtet, die laut ECCMID "noch nicht von einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht wurde".