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Umfrage-Tief: CDU sackt weiter ab, boxt sich Laschet noch mal hoch?

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Von Euronews mit AP, dpa, Tagesspiegel
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Armin Laschet beim Boxen in Frankfurt
Armin Laschet beim Boxen in Frankfurt   -   Copyright  Armando Babani /Pool Photo via AP
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Armin Laschet hat zum Wahlkampfauftakt einen Boxclub für Jugendliche in Frankfurt besucht. Journalisten, die dabei waren, berichten, dass der CDU-Kanzlerkandidat dabei auch mit seinen Manschettenknöpfen kämpfte. Das Bild von Laschet mit den Boxhandschuhen zeigt einen lächelnden Mann im Anzughemd - wirklich kämpferisch kommt er nicht rüber.

Die BILD-Zeitung zitiert andere CDU-Politiker mit den Worten "Laschets Wahlkampf braucht mehr Wumms" und schreibt von "handfesten Patzern" des Kanzlerkandidaten der Union..

Angela Merkel wird eingreifen

Der Berliner Tagesspiegel berichtet, dass Angela Merkel dem Spitzenmann ihrer Partei am 21. August zu Hilfe kommen und bei dem Wahlkampfauftritt im Tempodrom mit dabei sein wird.

In der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl von Kantar/FOCUS ist die CDU/CSU auf 22 % abgesackt, die Grünen kommen wieder auf 21 %, die SPD auf 19 %, die FDP auf 12 %, die AfD auf 11 %, DIE LINKE auf 7%. Angesichts solcher Zahlen gibt es Optionen für eine Regierungskoalition ohne die Union.

Für die Merkel-Nachfolge wünschen sich laut ener Forsa/RTL-Umfrage 26 % Olaf Scholz, 16 % Annalena Baerbock und nur 12 % Armin Laschet. 46 % Prozent entscheiden sich für keine/n davon.

Der SPIEGEL hatte die Frage gestellt: "Sollte CSU-Chef-Markus Söder CDU-Chef Armin Laschet als Unionskanzlerkandidaten ersetzen?" 51 % sagten dazu "Ja“ (und sogar 70 % der CDU-Anhängerinnen und -Anhänger!), 39 % "Nein“, 10% waren in dieser Frage "unentschieden".

Laut Kommentar im Tagesspiegel geht es für Laschet inzwischen darum, Schaden von seiner Partei abzuwenden: "Und Söder wartet gegenwärtig in München bloß darauf, gerufen zu werden und als Retter in der Not die Spitzenkandidatur zu übernehmen. Das kann passieren. Söders persönliche Werte sind stabil sehr hoch, die für die Union mit ihm erheblich, ja beinahe demütigend höher als mit Laschet. Nur noch ein Prozentpunkt weniger, ein Absturz auf 21 Prozent, und dann werden sich die CDU-Führungsgremien wohl gegen ihren eigenen Vorsitzenden wenden."

Ein zweiter Machtkampf um den Spitzenposten der CDU/CSU - sechs Wochen vor der Wahl erscheint auch diese Möglichkeit kaum geeignet, um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen.