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Nach Beben in Haiti: 600.000 warten auf Humanitärhilfe

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Von Euronews  mit AFP / DPA
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Zerstörtes Haus in Jeremie, Haiti,
Zerstörtes Haus in Jeremie, Haiti,   -   Copyright  Matias Delacroix/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Fünf Tage nach dem schweren Erdbeben in Haiti wird der Ruf nach koordinierter Hilfe immer lauter. Immer wieder werden in der betroffenen Region im Südwesten des Karibikstaates Leichen geborgen.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer ist auf fast 2200 gestiegen, mehr als 12.000 wurden verletzt, 332 Menschen werden noch vermisst. Dringend benötigte Hilfsgüter und medizinisches Gerät erreichen die betroffene Region nur schleppend.

"Das Essen reicht nicht für alle"

Tropensturm Grace hat für zusätzliche Zerstörungen und Schwierigkeiten bei der Versorgung geführt. Ein Mann, der in Les Cayes bei er Essensverteilung hilft, sagt: "Das Essen reicht nicht für alle, es gibt nicht genug, um alle zu versorgen."

Gut 600.000 Menschen benötigen laut Zivilschutz sofortige humanitäre Hilfe. Problematisch war zunächst die unsichere Lage auf den Verbindungswegen, die von Banden kontrolliert werden. Den Behörden ist es gelungen, die Einrichtung eines humanitären Korridors auszuhandeln.

Der Zorn und die Verzweiflung wachsen. Medien berichten von wütenden Menschengruppen, die sich in der Nähe eingestürzter Gebäude versammelten und Material für den Bau von Unterkünften forderten.

Viele haben nach wie vor kein Dach über dem Kopf.