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Trauer um die Terroropfer in Kundus - und Angst vor neuer IS-Gewalt

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Von Euronews mit DPA / AFP / AP
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Begräbnisfeier in Kundus
Begräbnisfeier in Kundus   -   Copyright  Abdullah Sahil/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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In der nordafghanischen Stadt Kundus haben Hunderte Menschen an der Trauerfeier für die Opfer eines blutigen Selbstmordattentats teilgenommen.

Bei dem Anschlag auf die schiitische Gozar-e-Sayed Abad Moschee am Freitag waren mindestens 55 Menschen getötet und mehr als 140 Menschen verletzt worden. Die mit den herrschenden Taliban verfeindete Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu der Bluttat bekannt.

Die Angst vor weiteren Anschlägen ist groß. Der Angehörige eines der Opfer sagt: "Wir bitten das Islamische Emirat Afghanistan, der Sicherheit aller Moscheen und Versammlungsorte, vor allem der schiitischen, besondere Aufmerksamkeit zu widmen, da wir eine Minderheit sind. Dies ist nicht die erste Tragödie, und es wird nicht die letzte blieben, es kann immer so weitergehen."

Es handelt sich um den bislang schwersten Anschlag in Afghanistan seit der Machtübernahme der Taliban Mitte August. Bereits am v ergangenen Wochenende hatte sich der IS zu einem Anschlag auf eine Moschee in Kabul bekannt.

Derweil treiben Unsicherheit und große wirtschaftliche Not immer mehr Menschen zur Flucht. UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi warnte vor massiven Bevölkerungsbewegungen innerhalb Afghanistans und über die Grenzen hinaus sollte nicht dringend Geld zur Versorgung der Menschen bereitgestellt werde.

Seit der Machtübernahme durch die Taliban ist die Zahl der Menschen, die versuchen, die Grenze zum Iran zu überqueren, sprunghaft angestiegen, doch nur wenige schaffen es.