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Ansturm auf wiedereröffnetes Passamt in Kabul

In der afghanischen Hauptstadt Kabul strömen die Bewohner in das von den Taliban wiedereröffnete Passamt, um die von der vorherigen Regierung genehmigten Anträge freizugeben.

Viele Afghanen warten auf ihre Pässe, um das Land nach der Machtübernahme durch die Taliban im August verlassen zu können. Darunter befinden sich viele Studenten und Menschen, die für eine medizinische Behandlung ins Ausland reisen müssen.

Alam Gul Haqqani, stellvertretender Leiter des Passamtes teilte mit, dass täglich zwischen 5.000 und 6.000 Pässe ausgestellt würden. Vor dem Passamt in Kabul drängeln sich die Menschen, um sich in die Schlange vor dem Amt einzureihen.

Unterdessen hat die Initiative "Kabul Luftbrücke" nach eigenen Angaben elf Deutschen und einem Menschen aus den Niederlanden geholfen, Afghanistan zu verlassen. Unter den aus Kabul ausgeflogenen Menschen seien neun Minderjährige, teilten die Aktivisten mit.

Die Gruppe sei am Mittwoch mit einer Linienmaschine der afghanischen Fluggesellschaft Kam Air in Islamabad gelandet. Ihr Weiterflug via Katar nach Frankfurt am Main sei für diesen Donnerstag geplant.