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Belarus: 430 Migranten kehren am Ende ihrer Kräfte nach Irak zurück

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Von Euronews  mit dpa, AP
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Belarus: 430 Migranten kehren am Ende ihrer Kräfte nach Irak zurück
Copyright  Leonid Shcheglov/BelTA

Belarus hat einige der Migranten, die seit Tagen bei Kälte an der belarussisch-polnischen Grenze kampieren, in Notunterkünfte gebracht. Andere haben die Hoffnung aufgegeben, in die EU zu gelangen und kehrten mit einem Evakuierungsflug in den Irak zurück.

Bis zu 2.000 Menschen sollen nach Berichten in dem beheizten Logistikzentrum etwa 500 Meter von der Grenze bei Bruzgi untergebracht sein. Einen Tag zuvor hatte es Ausschreitungen zwischen Migranten und polnischen Streitkräfte an der Grenze mit 12 Verletzten gegeben. Migranten hatten Steine geworfen, die Beamten hatten Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt.

Ein junger Mann aus dem Irak sagte in der Notunterkunft gegenüber Reportern: Als immer mehr Menschen aus dem Wald kamen, wurde es immer voller. Wir wissen nicht, was hier passieren wird. Wir wissen nicht, ob wir in den Irak zurückkehren oder in eines der europäischen Länder gehen werden."

Alle haben viel Geld ausgegeben, um hierher zu kommen

Alle hätte viel Geld ausgegeben, um hierher zu kommen und würden nicht zurück wollen, fügte der Mann hinzu. "Niemand übernimmt die Verantwortung für uns."

Unterdessen hat der Irak in Belarus gestrandete Migranten evakuiert. Mehr als 400 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, die in den Irak zurückkehren wollten, hoben am Donnerstag mit einem Sonderflug Richtung Bagdad ab.

Nach offiziellen Angaben aus dem Irak waren Rückführung von 430 Iraker:innen geplant. Mitarbeiter des irakischen Konsulats hätten in Belarus außerdem 50 weitere Menschen registriert, die in den Irak zurückkehren wollten, hieß es laut einem Bericht der Staatsagentur INA.

Um zu verhindern, dass Migranten zur Weiterschleusung in die EU nach Belarus gebracht werden, hatte die Europäische Union zuletzt harte Sanktionen auch gegen ausländische Fluggesellschaften angedroht. Seitdem dürfen beispielsweise aus der Türkei Staatsbürger:innen mehrerer arabischer Länder nicht mehr nach Belarus fliegen. Auch Usbekistan in Zentralasien hatte laut Medienberichten einen solchen Schritt angekündigt.