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"Es macht mich wütend": Proteste gegen Migrationspolitik in Calais

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Von Euronews  mit dpa
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"Es macht mich wütend": Proteste gegen Migrationspolitik in Calais
Copyright  Michel Spingler/AP

Nach dem Tod von mindestens 27 Migranten im Ärmelkanal will Großbritannien härter gegen Schleuser vorgehen. Innen-Staatssekretär Kevin Foster sagte am Donnerstag in der BBC, die Regierung sei entschlossen, das Geschäftsmodell der Menschenschmuggler zu zerstören. Dazu sei ein gemeinsamer europäischer Ansatz nötig.

Am Mittwoch war ein Boot mit Migranten, die illegal nach Großbritannien einreisen wollten, auf hoher See gekentert.

Am Hafen von Calais versammelten sich am Abend Dutzende Menschen, um den Toten zu gedenken. Die Demonstrierenden sind fassungslos, wie es zu diesem Unglück kommen konnte.

"Es ist ernst, es macht mich wütend", sagt Mehdi Dimpre, der auch an der Demonstration teilnimmt. Es sei nicht normal, dass solche Dinge passieren, und es sei nicht normal, dass wir heute, politisch gesehen, so weit seien, so der Einwohner von Calais.

Ein Schleuser aus Deutschland

Mittlerweile wurde bekannt, dass fünf mutmaßliche Schleuser festgenommen wurden. Einer von ihnen kam aus Deutschland. Großbritannien hat Frankreich wiederholt vorgeworfen, zu wenig zu tun, um die Überfahrten zu verhindern. In diesem Jahr sind bereits etwa 26.000 Migranten aus Frankreich an der englischen Küste angekommen - drei Mal so viele wie 2020.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Johnson hatten noch am Mittwochabend über Schritte zur Verhinderung weiterer solcher Dramen beraten. Beide hätten sich auf verstärkte Anstrengungen verständigt, Schleuserbanden zu stoppen, die das Leben von Menschen in Gefahr bringen, teilte die britische Seite anschließend mit.