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Myanmar: Proteste für Aung San Suu Kyi

In Myanmar hat es in mehreren Städten Proteste gegen die Verurteilung der ehemaligen De-Facto-Regierungschefin und Demokratieikone Aung San Suu Kyi gegeben.

Ein Sondergericht in der Hauptstadt Naypyidaw hatte Suu Kyi am Montag zu mindestens zwei Jahren Haft verurteilt. Konkret gehe es um die Vorwürfe der Anstiftung zum Aufruhr und der Verletzung von Corona-Maßnahmen, sagten mit dem Verfahren vertraute Personen am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die EU und Menschenrechtsgruppen bezeichneten das Urteil als politisch motiviert.

Suu Kyi war seit 2016 faktische Regierungschefin. Sie ist beim Volk sehr beliebt und hatte sich bei der Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung eine zweite Amtszeit gesichert. Beobachter glauben, dass sie den Generälen, die das frühere Birma Jahrzehnte lang mit eiserner Faust regiert hatten, zu gefährlich geworden war.

Das Militär hatte im Februar gegen die Regierung geputscht. Die Junta begründete den Putsch hingegen mit angeblichem Wahlbetrug - Beweise dafür gibt es aber nicht.