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Schneise der Verwüstung nach tödlichen Tornados in Kentucky

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Von Julika Herzog  mit dpa und AP
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Schneise der Verwüstung nach tödlichen Tornados in Kentucky
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Nach der verheerenden Tornado-Serie mit vielen Toten im Südosten der USA will US-Präsident Joe Biden am Mittwoch den besonders schwer getroffenen Bundesstaat Kentucky besuchen.

In Bowling Green: Komplette Familie mit Haus weggerissen

Tornados hatten am Wochenende dort und in angrenzenden Bundesstaaten wie Tennessee, Arkansas oder Illinois eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Allein in Kentucky kamen mehr als 70 Menschen ums Leben.

In einer völlig zerstörten Wohnsiedlung in der Stadt Bowling Green trauern Überlebende um 14 ihrer Nachbarn, darunter eine siebenköpfige Familie. Die Großmutter, die Eltern und ihre vier Kinder wurden mit ihrem Haus weggerissen.

Ben Cerimovic, ein Nachbar der Familie erzählt: "Sie lebten in getrennten Häusern, dort und im Haus daneben. Aber sie haben beschlossen, gemeinsam in das eine Haus zu kommen und leider wurde es bis auf die Grundmauern weggerissen."

Ohne Strom und fließendes Wasser - bei Temperaturen unter Gefrierpunkt

Bis das volle Ausmaß der Katastophe klar wird, dürften Tage vergehen. Der Wiederaufbau könnte Jahre dauern. Die Behörden haben die Menschen in Kentucky bereits informiert, dass viele aufgrund von Schäden an Versorgungseinrichtungen für einige Zeit ohne Strom und fließendes Wasser auskommen müssen - während die Temperaturen nachts unter dem Gefrierpunkt liegen. 

Für die USA ist es die jüngste einer ganzen Reihe von Naturkatastrophen. Allein in diesem Jahr hatte es zuvor schon zahlreiche Stürme, Überflutungen und Waldbrände gegeben. Präsident Biden sieht in der Häufung und Heftigkeit der Katastrophen eine Folge des Klimawandels, dessen Bekämpfung er zu einer seiner Top-Prioritäten gemacht hat.