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Türkei impft jetzt mit eigenem Vakzin Turkovac

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Von Euronews  mit EBU/TRT
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Eine Krankenschwester bereitet eine Spritze mit dem Impfstoff Turkovac in einem Krankenhaus in Istanbul vor.
Eine Krankenschwester bereitet eine Spritze mit dem Impfstoff Turkovac in einem Krankenhaus in Istanbul vor.   -   Copyright  AP Photo/Emrah Gurel

Die Türkei hat damit begonnen, den selbst entwickelten Corona-Impfstoff Turkovac in städtischen Krankenhäusern zu verabreichen. Seit Donnersag wird mit dem einheimischen Vakzin geimpft.

Vergangene Woche hatten die türkischen Gesudnheitsbehörden die Notfallzulassung für den eiegens entwickelten Impfstoff erteilt. Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca ließ sich am Mittwoch vor laufenden Kameras den türkischen Impfstoff spritzen.

Bisher wurde in der Türkei mit Sinovac und Biontech geimpft. Die Türkische Ärztevereinigung TTB hatte nach der Zulassung von Turkovac kritisiert, dass zu wenige Daten zu dem Impfstoff veröffentlicht worden seien.

"Wir vertrauen unserem Impfstoff"

Die Türkei plant, 15 Millionen Dosen ihres selbst entwickelten Corona-Impfstoffs an Afrika zu spenden. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte auf einem Türkei-Afrika-Gipfel vor einigen Tagen in Istanbul, es sei eine Schande für die Menschheit, dass lediglich sechs Prozent der afrikanischen Bevölkerung einen Covid-19-Impfstoff erhalten hätten.

Das türkische Fernsehen zeigte Bilder von Menschen, die für die Turkovac-Spritze anstehen. Ein befragter Mann erklärte, es sei seine erste Impfung. Er habe bis heute gewartet, weil er großes Vertrauen in die türkischen Ärzte habe.

Omikron breitet sich aus

Derweil steigt die Zahl der Corona-Fälle in Türkei rasant an. DIE Behörden registrierten am Donnerstag knapp 40.000 neue COVID-19-Infektionen, mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor.

Als mögliche Gründe für den Anstieg nannte Gesundheitsminister Koca neben der Omikron-Variante, dass sich Menschen nun mehr in Innenräumen aufhielten.

Die Türkei testet nur stichprobenartig auf Virusvarianten. Laut offiziellen Angaben wurde seit Anfang Dezember in 42 von 3344 Fälle die Omikron-Variante festgestellt.