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Mit dem Boot oder im Lkw: Immer mehr wagen gefährliche Flucht über den Ärmelkanal

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Von Euronews  mit AFP/AP/DPA
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Mit dem Boot oder im Lkw: Immer mehr wagen gefährliche Flucht über den Ärmelkanal
Copyright  Michel Spingler/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Mehr als 28.000 Migrant:innen haben es im vergangenen Jahr mit dem Boot über den Ärmelkanal ins Vereinigte Königreich geschafft. Das geht aus jüngsten vom britischen Innenministerium veröffentlichen Zahlen hervor.

Demnach gab es 2021 insgesamt 52 000 Überquerungsversuche, 28 395 davon gelangen - dreimal mehr als im Vorjahr. Es gab 36 Tote - davon allein 27 Ende November, als ein voll besetztes Flüchtlingsboot kenterte.

Französische Behörden stellten zudem eine deutliche Zunahme der Überquerungsversuche per Lkw fest. Ein extrem gefährliches Unterfangen, bei dem Migranten versuchen, auf fahrende Lastwagen aufzuspringen und sich zu verstecken, in der Hoffnung, so ins Vereinigte Königreich zu gelangen. Erst vor wenigen Tagen starb ein Jugendlicher, nachdem er unter die Räder eines Lastwagens geraten war.

Lastwagenfahrern droht knapp 2400 Euro Strafe

Lastwagenfahrern droht eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 2400 Euro, wenn sie beim Versuch, Menschen nach Großbritannien zu schmuggeln, ertappt werden. Selbst wenn gar nichts von der Anwesenheit an Bord ihres Lasters wussten.

Der Umgang mit den Migranten im Ärmelkanal ist zu einem Streitthema zwischen Frankreich und Großbritannien geworden. Die britische Regierung wirft Frankreich vor, nicht genügend zu unternehmen, um die Menschen mit Ziel Großbritannien an der Überfahrt zu hindern.

Frankreich wiederum fordert London zur Zusammenarbeit auf. Präsident Emmanuel Macron sagte, sein Land werde nicht zulassen, dass der Ärmelkanal zu einem Friedhof werde.

In Großbritannien ist ein Gesetz in Vorbereitung, das unter anderem die Rückführung von Asylsuchenden erleichtern soll, die illegal eingereist sind.