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Fußballwettkämpfe mit Kopftuch - französische Spielerinnen wollen sich gegen Verband durchsetzen

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Von Andrea Buring  mit afp
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Fußballwettkämpfe mit Kopftuch - französische Spielerinnen wollen sich gegen Verband durchsetzen
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In Paris haben junge Fußballerinnen gegen die Regeln des Französischen Fußballverbandes protestiert. Diese verbieten es den Spielerinnen, bei Wettkämpfen Kopftücher zu tragen. Dem Verband zufolge muss das Prinzip der Trennung von Staat und Religion im Sport gewährleistet sein. 

Heißes Eisen

Es handelt sich um eine heikle Frage vor dem Hintergrund der Laizität, die drei Monate vor den Präsidentschaftswahlen ein hochsensibles Thema ist. Rückendeckung in dieser Frage erhält der Fußballverbandvom französischen Senat.

Die Abgeordneten nahmen am 19. Januar gegen den Willen der Regierung einen Änderungsantrag der LR-Fraktion an, der das Tragen von religiösen Symbolen bei Sportveranstaltungen und Sportwettkämpfen, die von Sportverbänden organisiert werden, verbietet. 

"Les Hijabeuses"

Mehr als eine Woche nach der Abstimmung über den Änderungsantrag haben die "Hijabeuses", ein Kollektiv, das im Mai 2020 gegründet wurde, um verschleierten Mädchen die Teilnahme an Wettkämpfen zu ermöglichen, den Fehdehandschuh wieder aufgenommen. Sie luden sich am Mittwoch kurz in den Jardin du Luxembourg am Fuße des Senats ein, um mit einem Transparent "Fußball für alle" einige Pässe auszutauschen, bevor sie von den Gendarmen zum Gehen aufgefordert wurden.

"Wir empfinden das alles als eine große Ungerechtigkeit. Es gibt dieses Gefühl, ausgeschlossen zu sein, und das ist etwas, das wir tief empfinden", erklärte Founé Diawara, eine der Mitglieder des Kollektivs, das von Alliance Citoyenne betreut wird. Einem Verein, der auch den Kampf von Frauen verteidigt, die im Burkini in Schwimmbäder gehen wollen.

Wir wollen nur Fußball spielen, wir sind keine Pro-Hijab-Aktivistinnen, nur fußballbegeistert.
Founé Diawara
Fußballspielerin und Aktivistin

Founé Diawara erkennt zwar einige "Gemeinsamkeiten" mit den Frauen, die für den Burkini kämpfen. "Wir wollen nur Fußball spielen, wir sind keine Pro-Hijab-Aktivistinnen, nur fußballbegeistert, der Rest geht uns ein bisschen zu weit", versichert die Co-Vorsitzende der "Hijabeuses".

Eines ihrer Argumente ist die Position des Weltfußballverbands FIFA, der es seit 2014 Spielerinnen erlaubt, mit Kopftuch an internationalen Wettbewerben teilzunehmen.