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Soldat eröffnet das Feuer: Fünf Tote in einer Fabrik im ukrainischen Dnipro

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Von Euronews
Mitglieder der Nationalgarde, ein Reserveverband der ukrainischen Streitkräfte. Sie wurde 2014 wieder neu gegründet.
Mitglieder der Nationalgarde, ein Reserveverband der ukrainischen Streitkräfte. Sie wurde 2014 wieder neu gegründet.   -   Copyright  AP Photo

Ein ukrainischer Soldat hat durch Schüsse in einer Luft- und Raumfahrtfabrik fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt. Das teilte das ukrainische Innenministerium am Donnerstag mit. Nach der Tat sei der Verdächtige geflüchtet.

Das Mitglied der ukrainischen Nationalgarde habe "Schüsse mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr abgefeuert", bevor er in der Nacht zum Mittwoch mit seinen Waffen geflohen sei, so die Polizei.

"Infolgedessen wurden fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt", hieß es.

Die Schießerei ereignete sich in einer Fabrik in der östlichen Stadt Dnipro. Das staatliche Unternehmen stellt Weltraumraketen und Trägerraketen, aber auch Raketen, Fahrzeuge und industrielle oder landwirtschaftliche Werkzeuge her.

Ein Verdächtiger wurde später festgenommen. Nach Angaben des Ministeriums ist das Motiv für die Tat noch nicht bekannt.

Die Polizei veröffentlichte ein Foto des Verdächtigen, bei dem es sich um einen 2001 geborenen Wehrdienstleistenden namens Artemy Ryabchuk handelt.

Nach Angaben der nationalen Polizei handelt es sich bei den Opfern um vier weitere Soldaten der Nationalgarde sowie eine Zivilistin.

Ein immer wiederkehrendes Problem

Schießereien innerhalb von Militäreinheiten in den ehemaligen Sowjetrepubliken sind ein immer wiederkehrendes Problem, oft sind Schikanen der Grund. Im Februar 2018 wurden vier ukrainische Soldaten von zwei anderen Armeeangehörigen im Osten des Landes getötet.

Die ukrainische Armee kämpft dort seit 2014 gegen prorussische Separatisten. Bewaffnete Zwischenfälle sind in der Ukraine auch deswegen häufiger geworden, da immer mehr Waffen aus dem Konfliktgebiet ins Land fließen.

Ein bewaffneter Mann nahm 12 Stunden lang 13 Menschen in einem Bus als Geiseln, bis der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einer bizarren Bitte des Entführers nachkam und in einem Video auf Facebook einen Dokumentarfilm über Tierquälerei unterstützte.

Die Ukraine steht derzeit im Mittelpunkt einer geopolitischen Krise zwischen Russland und dem Westen. Die USA beschuldigen Russland, eine Invasion in das Nachbarland zu planen, während sich die Russen von der NATO bedroht fühlen.