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Gerhard Schröder bei Gazprom - Es hagelt Kritik: "Putins Oligarch"

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Von Euronews
Gerhard Schröder - Archiv
Gerhard Schröder - Archiv   -   Copyright  ALEXANDER ZEMLIANICHENKO/AP2006

Das Wall Street Journal bezeichnet den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als "key oligarch" - als wichtigen Oligarchen von Wladimir Putin. Der russische Staatskonzern Gazprom hat den SPD-Politiker jetzt für einen Sitz im Aufsichtsrat nominiert. Die Wahl findet bei der nächsten Aktionärssitzung im Sommer statt.

Schon seit 2017 ist Schröder bereits Aufsichtsratsvorsitzender beim staatlichen russischen Ölkonzern Rosneft. Die Zeitung »Kommersant« berichtete 2020, Schröder bekomme für diese Tätigkeit 600.000 Euro pro Jahr.

Nicht nur im Internet häufen sich die Stimmen, die meinen, der 77-jährige Altkanzler müsse auf seine Bezüge aus deutschen Steuergeldern verzichten. 

Die führende FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann fordert auf Twitter: "Es wird Zeit, konkret darüber nachzudenken, Gerhard Schröder Ausstattung eines Altbundeskanzlers zu entziehen. Er schadet dem Land, dem er dienen soll & lässt sich dafür bereitwillig von einem Autokraten mehr als gut bezahlen. Apanage vom deutschen Staat ist damit nicht vereinbar."

Der stellvertretende CSU-Generalsekretär Florian Hahn schreibt, Schröder schade Deutschland und sei seines Amtes unwürdig.

Auf Twitter ist Schröder unter den Trending Topics.

Ein Twitter-User bezeichnet den ehemaligen Regierungschef gar als "Altlast".