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Stichtag 20. März: Deutschland stellt Lockerungen in Aussicht

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Von Euronews  mit dpa
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Stichtag 20. März: Deutschland stellt Lockerungen in Aussicht
Copyright  Michele Tantussi/(c) Reuters/Pool

In Deutschland haben Bundeskanzler Olaf Scholz und die Länder-Chefs stufenweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen bis zum 20.März vereinbart. Eine Maskenpflicht in Innenräumen und im öffentlichen Nahverkehr soll auch nach dem 20. März in Kraft bleiben.

"Das ist jetzt auch die Grundlage dafür, dass wir optimistische Perspektiven aufmachen können. Und für die Zeit bis zum Frühlingsanfang jetzt in drei Schritten, Stück für Stück, einen großen Teil der gegenwärtigen Beschränkungen, die derzeit noch in Deutschland gelten zurücknehmen", so Scholz.

In einem ersten Schritt können sich Geimpfte und Genesene auf Erleichterungen freuen. Private Zusammenkünfte könnten ohne Beschränkung der Teilnehmer:innenzahl stattfinden. Die 2G-Regel im Einzelhandel wird bundesweit abgeschafft, in einigen Bundesländern war diese ohnehin schon gekippt worden.

Ab dem 4. März gilt für die Gastronomie und Hotellerie die 3G-Regel, so dass auch ein aktueller, negativer Testnachweis reicht, um Zugang zu Restaurants und Bars zu bekommen. Bei Großveranstaltungen gilt weiterhin 2G - allerdings dürfen mehr Menschen teilnehmen. In Innenräumen sind es maximal 6.000 Menschen, im Außenbereich höchstens 25.000.

Ab dem 20. März fallen alle weiteren Maßnahmen, solange es die Situation in den Krankenhäuser zulässt. Allerdings ist vor diesem Datum, am 17. März, eine weitere Bund-Länder-Runde geplant. Wann genau einzelne Einschränkungen konkret wegfallen, ist abhängig von der jeweiligen Umsetzung in den Landes-Verordnungen.

Alle Maßnahmen fallen ab 5.März

Auch in Österreich haben sich Regierung und Länder auf umfangreiche Lockerungen verständigt. Bereits ab diesen Samstag löst die 3G-Regel in den meisten Geschäften und Veranstaltungen die bislang gültige 2G-Regel ab.

"Und der Ausblick zeigt uns, dass wir vorsichtig und bedacht, aber mit Nachdruck Stück für Stück uns die Freiheit wieder gemeinsam zurückholen können, die uns das Virus genommen hat", so der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer.

Ab dem 5. März fallen sämtliche Maßnahmen weg. Lediglich für Innenräume, Bus und Bahn bleibt die Maskenpflicht bestehen. Dann haben auch Ungeimpfte Zugang zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens, in denen bislang Einschränkungen galten. Auch Diskotheken und Nachtclubs können dann wieder öffnen. Lediglich die FFP2-Maskenpflicht bleibt im öffentlichen Nahverkehr, Supermärkten, Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen bestehen.

Schweiz verzichtet auf Maskenpflicht am Arbeitsplatz und öffentlich zugänglichen Innenbereichen

In der Schweiz fallen die bislang gültigen Corona-Restriktionen bereits ab dem 17. Februar weg. Die positive Entwicklung der epidemiologischen Lage lasse dies zu, so der Vizepräsident des Bundesrates, Alain Berset.

"Die Erkrankungen verlaufen jetzt milder. Den Spitälern droht keine Überlastung mehr, aber sicher verursacht Covid noch immer viel Leid, das ist uns auch bekannt und wir wissen noch wenig über die Langzeitfolgen - Long Covid. Aber trotzdem hat die Pandemie von ihrem Schrecken verloren", sagte Berset.

Eine Maskenpflicht in Läden und anderen öffentlich zugänglichen Innenbereichen fällt weg, auch am Arbeitsplatz besteht nicht länger eine Maskenpflicht. Bei Sport- oder Kulturveranstaltungen mit zahlreichen Besucher:innen gelten 3G, 2G oder 2G+ Regelungen. Einschränkungen bei privaten Treffen fallen ebenfalls weg. Allerdings müssen positiv Getestete Personen weiterhin in Quarantäne, die Maskenpflicht bleibt im öffentlichen Nahverkehr und medizinischen Einrichtungen bestehen, dazu zählen auch Alten- und Pflegeheime.

Den einzelnen Kantonen steht frei, strengere Schutzmaßnahmen zu erlassen oder bestimmte Einrichtungen von der Maskenpflicht auszunehmen.

Für die anstehende Wintersaison hat die Schweiz auch ihre Einreisebestimmungen angepasst. So müssen EU-Bürger:innen nun nicht länger einen Impf-, Genesungs- oder Testnachweis an der Grenze vorlegen. Auch das Ausfüllen eines Einreiseformulars wird hinfällig.