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WHO: Europa steht vor "Waffenstillstand" mit Coronavirus, dank Omikron

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Von Euronews  mit dpa, AP
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WHO-Regionaldirektor Hans Kluge bei einer Konferenz in Budapest, 21.04.2021
WHO-Regionaldirektor Hans Kluge bei einer Konferenz in Budapest, 21.04.2021   -   Copyright  Zoltan Mathe/MTI via AP

Europa steht nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation vor einem "Endspiel" der Pandemie, einige Regierungen haben bereits das Ende ihrer Covid-19-Maßnahmen angekündigt.

Die WHO spricht von einer einmaligen Chance für Europa - dank hoher Impfquoten und Immunisierungsraten, dem bevorstehenden Frühling und der relativen Milde der Omikron-Variante.

"Dieser Kontext, den wir bei dieser Pandemie bislang nicht erlebt haben, gibt uns die Möglichkeit einer langen Ruhezeit und eines viel höheren Schutzes in der Bevölkerung gegen ein Wiederaufflammen der Infektionen, selbst bei einer virulenteren Variante. Diese Periode höheren Schutzes sollte als "Waffenstillstand" betrachtet werden, der uns dauerhaften Frieden bringen könnte, vorausgesetzt, wir festigen und erhalten die Immunität durch weitere Impfungen und Auffrischungen", erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf einer Online- Pressekonferenz an diesem Donnerstag.

WHO-Regionaldirektor Kluge mahnte weiterhin, dass man die Chance einer Atempause nicht verschwenden sollte. So müsse der Rückstand bei der Gesundheitsvorsorge, wie etwa bei der Krebsvorsorge und -behandlung, der durch die Pandemie entstanden sei, schnellstmöglich aufgeholt werden.

Die Omikron-Welle hat große Teile Europas derzeit fest im Griff und schwappt derzeit von West nach Ost. In der vergangenen Woche seien 12 Millionen neue Corona-Fälle registriert worden. Ein Drittel aller gemeldeten Coronavirus-Infektionen habe es in diesem Jahr gegeben, so Kluge.

Kluge rief dazu auf, 2022 die verfügbaren Impfstoffe in alle Länder zu verteilen. Denn während Europa nach dem Winter vergleichsweise gut da stehe, sei die Pandemie in vielen Teilen der Welt noch lange nicht ausgestanden. Ähnliches hatte auch WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus verlauten lassen.