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Tel Aviv: Begeisterte Unterstützung für israelische Judoka

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Von Cyril Collot
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Tel Aviv: Begeisterte Unterstützung für israelische Judoka
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Der zweite Tag des Tel Aviv Judo Grand Slam lockte wieder begeisterte Judo-Fans in die Shlomo Arena. 

Am Eröffnungstag hatte IJF-Präsident Marius Vizer seinen israelischen Amtskollegen Moshe Ponte mit dem "Judo for Peace" Preis ausgezeichnet. Er wird vergeben für die Förderung von Inklusion und Nichtdiskriminierung, in diesem Fall für die Teilnahme der Judoka Raz Hershko an den Olympischen Spielen in Tokio.

Für die Japanerin Megumi Horikawa hätte es in der Gewichtsklasse bis 63kg nicht besser laufen können. Sie holte sich gegen die Britin Gemma Howell ihren ersten Grand-Slam-Titel seit 10 Jahren. IJF Sportdirektor Mike Tamura übergab die Medaillen.

In der Klasse bis 73 Kg trat der Aserbaidschaner Hidayat Heydarov gegen den usbekischen Judoka Obidkhon Nomonov an. Mit einem explosiven Hüftwurf holte er die entscheidenden Punkte – und die Goldmedaille. Sichtlich beeindruckt feierte ihn das israelische Publikum für seine sportliche Leistung. Die Medaille überreichte IJF-Veranstaltungsdirektorin Dr. Lisa Allan.

Unsere Frau des Tages ist die Japanerin Shiho Tanaka, die Sanne Van Djike im Finale bis 70 kg besiegte. Mit einem cleveren Konterangriff erzielte sie einen Waza-ari gegen die niederländische Weltmeisterin und sicherte sich so ihr erstes Grand-Slam-Gold überhaupt. Florin Daniel Lascau, Kampfrichterdirektor des IJF, überreichte das Gold.

Das Publikum hier ist fantastisch, diese Menschen haben es zu einem noch aufregenderen Erlebnis gemacht.
Shiho Tanaka

Unser Mann des Tages ist der amtierende Weltmeister Matthias Casse. Der Belgier zwang seinen türkischen Gegner Vedat Albayrak in einem sehenswerten Kampf zur Aufgabe. IJF Hauptkampfrichter Armen Bagdasarov überreichte die Medaillen.

Es ist toll, mit einem Landsmann auf dem Podium zu stehen. Sami ist schon lange ein guter Freund.
Matthias Casse

Judo ist ausgesprochen populär in Israel, und die Stars des israelischen Teams zeigten den ganzen Tag über spannende Kämpfe. Nach dem ersten Gold an Tag eins war die Begeisterung in der Shlomo-Arena so grenzenlos wie die leidenschaftliche Unterstützung für ihre israelischen Lokalmatadoren. Getragen von dieser Begeisterung liefen die israelischen Athleten zu Hochform auf. Tel Aviv ist besonders, und die Menschen dort haben eine ganz besondere Atmosphäre für die Judoka geschaffen.

Als der Israeli Tohar Butbul gegen den Italiener Giovanni Esposito siegte und Israel so die Bronzemedaille sicherte, war der Jubel fast ohrenbetäubend. Butbul gilt als Vorbild und Star der jungen israelischen Judoka.

Am letzten Tag des Grand Slam stehen dann die Schwergewichtskämpfe an. Auch in dieser Liga hat Israel starke Kämpfer in seinen Reihen. Die Ränge in der Shlomo Arena dürften also wieder gefüllt sein.