Spitzentreffen in Rom: Wie weit geht China an Russlands Seite?

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Hotel Rome Cavalieri Copyright Domenico Stinellis/AP
Von Giorgia OrlandiEuronews
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Hochrangige Delegationen aus den USA und China haben sich in einem Luxushotel in Rom getroffen, um ihre Positionen bezüglich des Ukraine-Kriegs auszutauschen. Nach sieben Stunden Diskussion blieb die entscheidende Frage allerdimgs unbeantwortet.

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Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine haben sich in einem Luxushotel in Rom hochrangige Delegationen aus den USA und China zu einer Erörterung der Folgen getroffen. Nach dem siebenstündigen Gespräch gab es keine offiziellen Mitteilungen. 

Als Schlüsselfiguren mit dabei waren Präsident Joe Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan und der chinesische Spitzenpolitiker Yang Jiech, seines Zeichens Chef-Außenpolitiker der Kommunistischen Partei.

Aus Rom berichtet Euronews-Korrespondentin Giorgia Orlandi: "Ziel des Treffens war es, die Auswirkungen von Russlands Krieg gegen die Ukraine auf die regionale und globale Sicherheit zu erörtern. Peking hat in dem Konflikt bisher eine neutrale Haltung eingenommen, aber China ist ein wichtiger Gesprächspartner. Die Regierung Biden möchte nicht, dass China sich auf die Seite Moskaus schlägt, und nutzte daher die Gelegenheit, die Regierungsvertreter persönlich zu informieren. Das Treffen fand zu einem sehr kritischen Zeitpunkt in dem Konflikt statt, nachdem Russland einen großen Militärstützpunkt nahe der Grenze zu Polen - also nahe der Bündnisgrenze - angegriffen hatte. Es fand aber auch nach Berichten statt, wonach Moskau China um militärische Unterstützung ersucht hatte. Behauptungen, die später sowohl von China als auch von Russland zurückgewiesen wurden. Wir wissen auch, dass US-Unterhändler Sullivan China im Vorfeld des Treffens vor Konsequenzen gewarnt hat, falls Peking Russland seine Unterstützung anbietet."

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete allerdings unter Berufung auf nicht näher qualifizierte US-Geheimdienstkreise, dass Peking nun doch militärische und wirtschaftliche Hilfe für den Kreml signalisiere, zumindest aber die Bereitschaft dafür erkennen ließe.

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