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Storno wegen Russland-Sanktionen: Deutsche müssen in Bergen von Bord

Kreuzfahrtschiff der norwegischen Havila Reederei
Kreuzfahrtschiff der norwegischen Havila Reederei Copyright AFP PHOTO / NTB / Havila Kystruten
Copyright AFP PHOTO / NTB / Havila Kystruten
Von Euronews mit afp
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Die 230 Passagiere an Bord der Havila Capella - hauptsächlich Norweger und Deutsche - hatten sich auf eine 12-tägige Kreuzfahrt gefreut. Doch die ist wegen der aktuellen Sanktionen gegen Russland ins Wasser gefallen.

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Die 230 Passagiere an Bord der Havila Capella - hauptsächlich Norweger und Deutsche - hatten sich auf eine 12-tägige Kreuzfahrt gefreut. Doch die ist wegen der aktuellen Sanktionen gegen Russland ins Wasser gefallen.

Zwei Tage lang saßen Schiff und Passagiere im norwegischen Hafen von Bergen fest, wo die Reise eigentlich losgehen sollte. Dann wurde sie schließlich ganz abgesagt.

Ein norwegisches Ehepaar am Hafen nimmt es gelassen: "Das war das Ende dieses Osterurlaubs. Er war kurz, aber wir hatten eine wirklich gute Zeit an Bord. Schönes Schiff, gutes Essen und eine nette Crew", sagt die Rentnerin Hedvik Taugl.

Die norwegische Reederei Havila Voyages hatte den Start der Kreuzfahrt zunächst zurückgehalten, weil es "Ungewissheit in Bezug auf den Versicherungsschutz" gab - eine Folge von Sanktionen gegen die Leasinggesellschaft.

Die Havila Capella wird nämlich über einen Leasingvertrag mit der Firma GTLK Asia finanziert. Diese sitzt zwar in Hongkong, befindet sich aber in russischem Besitz. Deshalb wurde die Gesellschaft am vergangenen Freitag auf die EU-Sanktionsliste gesetzt.

Die Passagiere hätten die zwei Nächte auf dem Schiff am Kai verbracht und wären behandelt worden, wie sie es auch auf See gewöhnt sind - mit Service und Verpflegung, sagte der Kommunikationchef der Reederei.

"Es tut uns leid, wir müssen eine Lösung finden, damit wir wieder auslaufen können. Wir arbeiten an der Refinanzierung der Havila Capella, die über GTLK finanziert wird, damit wir alle Beziehungen zu Russland und den sanktionierten Unternehmen abbrechen können", so Lasse Vangstein.

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