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Das ist kein BBC-Tweet: FakeNews aus Russland zur Wahl in Frankreich

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Von Matthew Holroyd  & Euronews
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The Cube
The Cube   -   Copyright  Matthew Holroyd // @MTHolroyd

Auf Telegram und auf Twitter kusiert ein Tweet mit BBC-Logo, der aber gar nicht von der BBC kommt - und eine Aussage von Emmanuel Macron vorgibt, die der Präsident von Frankreich nie gemacht hat. Matthew Holroyd erklärt, was dahinter steckt - in THE CUBE auf Euronews.

Präsidentschaftskandidaten stehen oft im Mittelpunkt falscher Behauptungen. Bisher haben sich die pro-russischen Internetnutzer auf Falschaussagen über den Krieg in der Ukraine konzentriert, aber jetzt hat sich die Aufmerksamkeit offenbar auf die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahlen verlagert

Pro-Kreml-Accounts auf Telegram haben die FakeNews geteilt, und auch auf Twitter sind sie aufgetaucht

Darin wird behauptet, Emmanuel Macron habe gesagt, Sanktionen gegen Russland würden in den nächsten 20 Jahren zu einem Zustrom von 60 Millionen Flüchtlingen führen.

Zu diesem Tweet ist ein BBC News-Logo hinzugefügt worden.

Aber diese Behauptung ist falsch. Es gibt keinen solchen BBC-Bericht und Emmanuel Macron hat so etwas nie gesagt. Frankreichs Präsident hat sich für weitere europäische Sanktionen gegen Russland - auch im Energiesektor ausgesprochen.

Er hat auch gesagt, dass Frankreich mindestens 100.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge aufnehmen sollte

Aber er hat nie gesagt, dass 60 Millionen Menschen wegen der Sanktionen kommen könnten. Die gesamte Ukraine hat übrigens etwa 40 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner.

Falsche Behauptungen wie diese sind nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass Macrons Konkurrentin - Marine Le Pen - aufgrund ihrer Beziehungen zu Moskau und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als bevorzugte Kandidatin des Kreml gilt.

Le Pen redet in diesem Wahlkampf möglichst wenig über Russland.

Macron hat gesagt, dass Fake News zu den Wahlen eine Gefahr für die Demokratie in Frankreich darstellen.