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Gerettet aus Mariupol: Evakuierte berichten von dunklen Stunden

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Von Euronews mit AP, dpa
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Eine Frau wird durch die Trümmer des Stahlwerks in Mariupol geführt
Eine Frau wird durch die Trümmer des Stahlwerks in Mariupol geführt   -   Copyright  AP/The Associated Press

Die langersehnte Rettung von Zivilisten aus dem umkämpften Stahlwerk in der südukrainischen Hafenstadt Mariupol kommt voran. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums konnten seit dem Wochenende mehr als 120 Menschen das Industriegelände und angrenzende Stadtviertel verlassen. 

Um die Menschen kümmerten sich Mitarbeitende der Vereinten Nationen und des Internationalen Komitess vom Roten Kreuz. Offenbar harren noch bis zu zweitausend Eingeschlossene in dem Stahlwerk und der näheren Umgebung aus. Unklar ist, wieviele Soldaten des Asow-Regiments und Söldner unter ihnen sind. 

Mutter und Tochter in Sicherheit

Natasha Ivanavna und ihre Mutter Dina haben es raus aus Mariupol geschafft.

Natasha berichtete: "Am Schrecklichsten waren die Bombardierungen, wenn man sie sieht und Menschen sterben. Das waren die schrecklichsten Erlebnisse."

Mutter Dina schaute auf ihre Füße hinunter: "Mein Gott, ich trage immer noch meine Pantoffeln"

Nadia Vorotylina aus Mariupol erzählte: "Wir konnten den Hund, das Kaninchen und die Kinder retten und ein paar Sachen. Die Kleidung, die wir haben, wurde von Freiwilligen gebracht, während wir im Keller waren. Wir haben nichts mehr von unseren eigenen Sachen."

Nach Angaben des russischen Militärs haben sich mehrere aus Mariupol Gerettete entschlossen, in ein von prorussischen Separatisten kontrolliertes Dorf im Donbas gebracht zu werden. 

Die große Mehrheit der Geflüchteten wurde in der ukrainischen Stadt Saporischschja erwartet, seit Wochen einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Schutzsuchende aus dem Osten und dem Süden der Ukraine.