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Habeck: Deutschland bereit für Öl-Embargo - Preise werden dauerhaft steigen

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Von Euronews  mit DPA/EBU/ZDF
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Robert Habeck
Robert Habeck   -   Copyright  Bernd von Jutrczenka/dpa via AP

Verbraucher:innen und Unternehmen in Deutschland müssen sich dauerhaft auf höhere Preise einstellen. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin nach einem Treffen mit Verbänden der mittelständischen Wirtschaft.

Brüchige Lieferketten, hohe Rohstoffkosten und der Fachkräftemangel seien verschiedene Krisen, die sich aktuell "übereinander türmen", so Habeck weiter. Er sprach von einer politischen "Drang- und Druckzeit". Der Staat könne nicht alles abfedern.

"Wir werden weiter mit höheren Preisen rechnen müssen und diese auch als Volkswirtschaft tragen. Anders kommen wir durch diese Zeit nicht durch. Die Entlastung muss dann erfolgen über Maßnahmen zur Unterstützung der Kaufkraft der Menschen zum sozialen Ausgleich oder in diesem Fall die Energiepreise weiter zu dämpfen."

Mit "Zitronen gehandelt"

Zu einem Öl-Embargo gegen Russland sagte Habeck, es sei tragbar, werde aber auch an Deutschland nicht spurlos vorbeigehen. Es werde hohe Preissprünge geben, in eine neue "Ölkrise" werde Deutschland aber nicht mehr rutschen. Bedachtes und einstimmiges Handeln auf europäischer Ebene sei gefragt.

"Wenn ein Ölembargo dazu führt, dass wir als Europäer der russischen Wirtschaft einen gewissen Schaden zufügen, der Schaden aber überkompensiert wird, weil der Ölpreis weltweit durch die Decke geht und man mit weniger Ölexporten noch mehr Einnahmen auf staatlicherseits und zwar russischerseits verbuche kann, also Putin mehr Geld verdient, indem er weniger Öl verkauft, dann haben wir mit Zitronen gehandelt.

Einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW zufolge bekommen viele mittelständische Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges bereits zu spüren.