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„Wettbewerbsvorteil für Hass, extreme Ansichten und für Menschen, die überall Verschwörungen sehen“

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Von euronews
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Agnes Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International
Agnes Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International   -   Copyright  AP / WEF (Videostandbild)

Die Rolle der Berichterstattung sowie das Verhältnis von Medien und Macht waren lange vor dem Krieg in der Ukraine ein heißdiskutiertes Thema. Wie steht es also um die Pressefreiheit? Was dürfen, was können und was müssen die Medien? Am letzten Tag des Weltwirtschaftsforums kamen diese Fragen auf den Tisch.

Agnes Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International, sagt: „Ich habe eine Botschaft für alle Autokraten: Wenn Sie einen Journalisten töten, seien Sie gewarnt: Wir sind hier, wir stehen auf!"

„Der Journalismus selbst wird geschwächt“

Christophe Deloire, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen, meint: „Zum ersten Mal in der Geschichte der Demokratie gibt es eine beispiellose Wettbewerbsverzerrung, wie es sie jetzt in der digitalen Landschaft gibt. Es besteht ein Wettbewerbsvorteil für Schuldgefühle, Hass, extreme Ansichten und für Menschen, die überall Verschwörungen sehen. Der Journalismus selbst wird geschwächt.“

„Autokraten sind dünnhäutig"

Und der Karikaturist Patrick Chappatte sagt: „Politische Karikaturen oder politische Satire in jeglicher Form sind ein Gradmesser für die Meinungsfreiheit. Wenn politische Karikaturen angefochten werden, ist das oft etwas, dem wir Beachtung schenken sollten. Autokraten sind dünnhäutig. Die Machos dieser Welt verfallen in Panik, wenn sie Karikaturen sehen, weil sie Angst vor Humor haben. Sie bauen ihre Herrschaft auf Angst und Lügen auf, sie haben Angst durch Satire und Karikaturen bloßgestellt zu werden.“