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Schweres Zugunglück in Oberbayern: Mindestens 5 Tote

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Von Euronews  mit dpa
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In Burgrain bei Garmisch-Partenkirchen entgleiste ein Regionalexpress, 03.06.2022
In Burgrain bei Garmisch-Partenkirchen entgleiste ein Regionalexpress, 03.06.2022   -   Copyright  Josef Hornsteiner/dpa via AP

In Burgrain, unweit von Garmisch-Partenkirchen, ist ein Zug entgleist. Dem Landratsamt zufolge gibt es mindestens fünf Tote und 30 Verletzte, von denen 15 im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Unglück ereignete sich um 12.15 Uhr.

Bei dem Zug handelte es sich um eine Regionalbahn, die von Garmisch-Partenkirchen auf dem Weg nach München war. Drei Waggons sind umgekippt. Die Bergung der Menschen erfolge durch die Fenster, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. 

Nach Angaben der Behörden befanden sich etwa 140 Passagiere in der Regionalbahn. Die Fahrgäste seien binnen etwa einer dreiviertel Stunde bis maximal einer Stunde aus dem Zug geborgen worden.

Rund 500 Menschen - Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr - waren in der Region im Einsatz. Noch am Freitagabend wurde auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Unfallort erwartet.

Die Zugstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau wurde bis auf weiteres gesperrt. Züge, die aus München kommen, fahren nur bis Oberau. In umgekehrter Richtung fahren die Züge aus Richtung Mittenwald nur bis Garmisch-Partenkirchen und wenden dann.

Auch die Autobahn A 95 wurde rund 20 Kilometer vor Garmisch gesperrt, genauso wie die unweit der Bahntrasse verlaufenden Bundesstrassen 2 und 23. Dort waren die Rettungskräfte im Einsatz. Wegen des Ferienbeginns in Bayern ist auf der Strecke mit langen Staus zu rechnen.

Für Betroffene hat die Polizei eine kostenfreie Telefonnummer eingerichtet.

Der deutsche Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) äußerte sich bestürzt über das Zugunglück in Oberbayern: "Aktuell lässt sich das gesamte Ausmaß der Katastrophe nur erahnen. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Verletzten. Wir stehen im engen Austausch mit der Bahn und unterstützen, wo wir können. Unsere Experten sind bereits vor Ort, um gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden die Unfallursache zu untersuchen."

Weitere Quellen • BR