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Neue Eskalation? Putin verspricht Lukaschenko nukleare Sprengköpfe

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Von Euronews mit dpa, AFP
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Putin und Lukaschenko trafen sich an diesem Samstag in Sankt Petersburg
Putin und Lukaschenko trafen sich an diesem Samstag in Sankt Petersburg   -   Copyright  Mikhail Metzel/Sputnik

Nach der Einnahme der osukrainischen Großstadt Sjewjerodonezk tobt in der Ostukraine jetzt die Schlacht um die benachbarte Großstadt Lyssytschansk. Der ukrainische Generalstab berichtete, sowohl Artillerie als auch die russische Luftwaffe hätten Lyssytschansk unter Feuer genommen.

Bereits am Freitag hatte sich die ukrainische Armee aus Sjewjerodonezk zurückgezogen. Prorussische Kämpfer der Volksrepublik Luhansk hätten mit Unterstützung russischer Truppen die Stadt "vollständig befreit", sagte an diesem Samstag der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

Das russische Verteidgungsministerium veröffentlichte Aufnahmen von Hubschraubereinsätzen und erklärte, binnen 24 Stunden fast 800 gegnerische Soldaten getötet zu haben - darunter 80 freiwillige Kämpfer aus Polen.

Die ukrainische Armeee lobte unterdessen die aus Frankreich gelieferten CAESAR-Haubitzen. Man brauche mehr von ihnen, twitterte das Verteidigungsministerium in Kiew.

Nukleare Lieferung an den Nachbarn

Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte eine massive Verstärkung der der belarussischen Armee an.

Belarus grenzt an die Ukraine sowie mehrere Nato-Länder und ist ein enger verbündeter Russlands. Putin sagte während ds Treffens mit dem balrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Sankt Petersburg: "In den kommenden Monaten werden wir Belarus taktische Raketensysteme vom Typ Iskander-M übergeben, die sowohl ballistische als auch Marschflugkörper, sowohl konventionelle als auch nukleare, einsetzen können."

Iskander-M haben russischen Medien zufolge eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Einige Experten vermuten allerdings eine größere Reichweite.

Putin will auch die Aufrüstung belarussischer Suchoi-Kampfflugzeuge unterstützen, damit sie Atomwaffen aufnehmen können. Die entsprechenden Arbeiten sollen laut Putin nicht in Belarus, sondern in Flugzeugfabriken in Russland vorgenommen werden.

Bislang hat Belarus nicht aktiv in den russischen Angriffskrieg eingegriffen. An diesem Samstag sollen allerdings Rakten von dort aus in Richtung des Grenzgebiets zur Ukraine bei Tschernihiw abgefeuert worden sein.

Luftangriffe weiten sich aus

Nach über einstimmenden Berichten sind an deisem Samstag mehrere Regionen in der Ukraine angegriffen worden, die sonst eher nicht oder lange nicht mehr Ziele russischer Attacken waren. So wurde die Region Dnipropetrowsk unter Artilleriebeschuss genommen. In und um  Schytomyr westlich von Kiew schlugen nach Angaben von Bürgermeister Serhij Suchomlin 24 Raketen ein.  Auch ein Militärgelände in der Nähe der westukrainischen Stadt Lwiw wurde Ziel eines Luftangriffs. Schweren Beschuss aus der Luft meldete auch das Gebiet Mykolajiwka im Süden der Ukraine.