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Italien: 438 Migranten in Tarent an Land - 100 sind unter 18 Jahre alt

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Von Euronews  mit La Stampa
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Seenotrettung im Mittelmeer
Seenotrettung im Mittelmeer   -   Copyright  Nora Boerding/Sea-Watch via AP

438 aus dem Mittelmeer gerettete Migranten sind am Samstag im italienischen Tarent in Apulien an Land gebracht worden. Die NGO Sea-Watch hatte die Menschen in den vergangenen Wochen bei mehreren Einsätzen aus Seenot gerettet und anschließend auf die Zuweisung eines europäischen Hafens gewartet.

Etwa 100 der Migranten sind unter 18 Jahre alt. Mehrere Menschen mussten bereits an Bord medizinisch behandelt werden.

SeaWatch berichtete, dass sie am Samstag vier Rettungsaktionen durchgeführt hat.

Bereits am vergangenen Samstag hatte das Rettungsschiff "Sea Watch 3" "428 Menschen, darunter Frauen und Kinder, eine im neunten Monat schwangere Frau und ein Patient mit schweren Verbrennungen" an Bord genommen, berichtete die Organisation auf ihrem Twitter-Account. 

Außer der "Sea-Watch 3" sind zurzeit noch die "Geo Barents" von "Ärzte ohne Grenzen" und die von dem internationalen Verbund "SOS Méditerranée" betriebene "Ocean Viking" auf dem Mittelmeer unterwegs. Beide Schiffe haben in den vergangenen Tagen ebenfalls jeweils Hunderte Menschen gerettet und warten nun auf einen Hafen.

Stimmung vor den Wahlen

Der jüngste Zustrom von Migranten erreicht Italien zu einem politisch heiklen Zeitpunkt. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Mario Draghi sind für September Neuwahlen angesetzt.

Draghis Koalition könnte jedoch durch eine Regierung ersetzt werden, die von der euroskeptischen Partei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens) und der pro-russischen und einwanderungsfeindlichen Lega dominiert wird. Zusammen kommen die beiden Parteien in Umfragen auf fast 40 Prozent der Stimmen.

In einem Tweet am Sonntag letzter Woche verurteilte Matteo Salvini, Vorsitzender der Lega, die Ankunft von illegalen Migranten auf Lampedusa.

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