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Schweizer Gletscher: Was die schnelle Eisschmelze so alles zu Tage fördert

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Von euronews
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Ein Fotograf macht Aufnahmen des Aletschgletschers
Ein Fotograf macht Aufnahmen des Aletschgletschers   -   Copyright  Laurent Gillieron/Keystone via AP

Bereits Anfang August kamen durch die Eisschmelze auf dem Aletschgletscher im Schweizer Kanton Wallis Trümmerteile eines 1968 verünglückten Flugzeugs zum Vorschein. Im Laufe des Sommers gab das Eis auch menschliche Skelette frei. Die Forschung schätzt nach der Auswertung von 21 700 Bergaufnahmen, dass die Eismasse der Schweizer Gletscher zwischen 1931 und 2016 um rund die Hälfte zurückgegangen ist.

Bergführer Dominik Nellen sagt: „Die Gletscher verschwinden. Man sagt: Wenn es so weitergeht wie in diesem Jahr, werden 2090 nur noch zehn Prozent des Gletschers übrig sein."

Selbst 2021, als der Sommer eher kühl und der Winter schneereich war, habe das Volumen der Schweizer Gletscher um fast ein Prozent abgenommen, so das Schweizerische Gletschermessnetz. In Zeiten des Klimawandels sei laut Fachausschuss für Kryosphärenmessnetze der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz auch ein für Gletscher gutes Jahr nicht gut genug.

„Man erkennt das Problem hier oben. Es geht um das Wasser für ganz Europa und die ganze Welt. Nicht nur wir benötigen das Wasser von hier, sondern ganz Europa“, meint Stefan Gafner, Wart der Konkordiahütte.

Und es betrifft den in den Alpen so wichtigen Wintersport. Die Schneefallgrenze steigt, niedriggelegene Gebiete könnten künftig gezwungen sein, den Skibetrieb einzustellen. Denn auch für Kunstschnee braucht es niedrige Temperaturen.