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Millionen Monsunopfer in Pakistan - Fluten weiter bedrohlich

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Von su  mit AP, dpa
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In Pakistan sterben weiter Menschen in den Monsunstürmen, die seit Mitte Juni das Land verwüsten. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 100 neue Todesfälle bekannt geworden, so die Nationale Katastrophenbehörde am Sonntag. Damit stieg die Zahl der Toten demnach auf 1.033, etwa jeder Dritte noch ein Kind (348), hieß es.80.000 Hektar Ackerland wurden zerstört, Millionen Menschen sind obdachlos, ohne Nahrung und Trinkwasser.

Belutschistan, im Süden des Landes, ist mit am schlimmsten betroffen. Das Haus dieser Dorfbewohner wurde überschwemmt - sie haben nichts mehr.

Nabi Dad, obdachloser Bauer:

„Es ist sehr traurig, dass alle meine Habseligkeiten untergegangen sind, mein Haus ist überschwemmt, viele Teile des Hauses sind beschädigt. Ich mache mir Sorgen. Meine Kinder sind hungrig und krank, ich habe Schmerzen, was soll ich machen? Ich bereue jetzt, dass dieses Haus überhaupt gebaut wurde. Jetzt grüble ich, wie die Kinder zu essen kriegen oder ein Dach über dem Kopf. Niemand verdient hier jetzt noch was.“

Insgesamt sind fast 33 Millionen Menschen von den sintflutartigen Regenfällen betroffen - jeder siebte Pakistaner.

Die Regierung hat unter anderem in der Provinz nahe der Grenze zu Afghanistan (Chaibar Pachtunchwa) die Armee eingesetzt, um Menschen zu evakuieren, die in den Wassermassen eingeschlossen sind.

Der Premierminister hat den Notstand ausgerufen.

Shehbaz Sharif, Premierminister:

„Im Namen der Zentralregierung kündige ich 10 Milliarden Rupien (gut 45 Millionen US$, 45.152.130,00) Finanzhilfe für die Provinz Belutschistan (an der Grenze zum Iran) an. Die nationale Katastrophenschutzbehörde wird zusammen mit der Provinzregierung Hilfsmaßnahmen planen.“

Und die Zahl der Todesopfer könnte weiter steigen ... viele Flüsse führen Hochwasser. Die Sintflut dürfte in den kommenden Tagen den Süden des Landes erreichen.

su mit AP, dpa