Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Kanada: Zweiter mutmaßlicher Messerstecher stirbt kurz nach Festnahme

Access to the comments Kommentare
Von euronews  mit dpa
euronews_icons_loading
Die offiziellen Polizeifotos beiden Tatverdächtigen
Die offiziellen Polizeifotos beiden Tatverdächtigen   -   Copyright  Handout / Royal Canadian Mounted Police Saskatchewan / AFP

Nach einer Serie von Messerangriffen mit zehn Toten in Kanada ist auch der zweite Tatverdächtige tot. Der Mann war kurz zuvor von der Polizei festgenommen worden. Es handelt sich um den jüngeren der beiden Tatverdächtigen. Nach ihm war tagelang gefahndet worden. Die genauen Umstände seines Todes sollen jetzt mit einer Autopsie geklärt werden. Nach Angaben lokaler Medien hatte sich der Verdächtige die tödlichen Verletzungen selbst zugefügt.

Rhonda Blackmore von der zuständigen Polizei sagte: "Kurz nach der Festnahme musste der Verdächtige wegen eines medizinischen Notfalls in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Dort wurde er dann für tot erklärt."

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann mit seinem älteren Bruder am vergangen Sonntag eine Serie von Messerangriffen in der kanadischen Provinz Saskatchewan verübt hat. Dabei waren in einem Indigenen-Reservat und ein einem Dorf zehn Menschen getötet und 18 verletzt worden. Das Motiv für die Tat ist noch unklar. Die Opfer gehörten nach Angaben von CNN alle zum selben Stamm und hatten teilweise den gleichen Nachnamen. Der Bruder war bereits kurz nach der Tat tot in dem Reservat gefunden worden. Auch zu seinem Tod laufen noch Ermittlungen.

Der Festgenommene war schon seit mehr als zwei Jahrzehnten immer wieder straffällig geworden. Aus Gerichtsakten geht hervor, dass er als Erwachsener über Jahre hinweg in insgesamt 59 Punkten verurteilt worden, darunter Tätlichkeiten, Gewaltdrohungen und Diebstähle.  Der Mann kämpfte demnach seit seiner späten Kindheit mit Alkohol- und Drogenproblemen und hatte schon im Alter von 14 Jahren mit dem Konsum von Kokain begonnen.