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Iran: Proteste dauern an, Gewalt eskaliert

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Von Euronews
Proteste in Teheran 27.09.2022
Proteste in Teheran 27.09.2022   -   Copyright  AP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.   -  

Im Iran haben in der Nacht zum Mittwoch zum zwölften Mal in Folge Frauen anläßlich des Todes von Mahsa Amini demonstriert.

Trotz der Gefahr einer Eskalation der Gewalt durch die Sicherheitskräfte gingen wieder landesweit tausende auf die Straßen.

Selbst diejenigen, die zu Hause blieben, skandierten die Protestparolen "Tod dem Diktator" und "Tod der islamischen Republik".

Unterdessen berichtet die iranische Nachrichtenagentur ISNA, dass die Eltern 21-jährigen iranischen Kurdin Mahsa Amini gegen die Sicherheitskräfte, die die Festnahme ihrer Tochter durchführten, Klage eingereicht haben.

Der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) zufolge sind bisher mindestens 76 Demonstranten ums Leben gekommen.

Auch Amnesty International spricht von Dutzenden Toten und Hunderten Verletzten>

Raha Bahreini ist Menschenrechtsanwalt und leitet die Iranabteilung von Amnesty International. Sie erklärte gegenüber Euronews:

"Unseren Erkenntnissen zufolge, die wie vor Ort gewinnen konnten, schießen die Sicherheitskräfte mit scharfer Munition, mit Metallpellets, wie sie in der Jagd verwendet werden auf Demonstranten und Unbeteiligte. Hunderte Frauen, Kinder und Männer wurden verletzt. Wir haben schreckliche Bilder gesehen von Wunden am Kopf, am Oberkörper und am Bauch." 

"Die Sicherheitskräfte schießen die Metallpellets aus nächster Nähe, um größtmöglichen Schaden anzurichten."

Auch im Ausland dauern die Proteste an. Vor der iranischen Botschaft in Buenos Aires versammelten sich am Dienstag mehrere Dutzend Menschen mit Plakaten, die das iranische Regime als "religiöse Diktatur" verurteilten und Gerechtigkeit für Mahsa Amini forderten.

Vor dem New York Times Building in New York City protestierten Aktivisten mit Sprechchören und rasierten ihre Köpfe gegen den strikten Kopftuchzwang für Frauen im Iran.