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Beginn der Revolution in Iran: Wut auf Symbole der Macht, brennende Basidsch-Statuen

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Von Euronews  mit AP, Twitter
Brennende Statue zu Ehren der Basidsch-Milizen in Saqqez bei Protesten in Iran
Brennende Statue zu Ehren der Basidsch-Milizen in Saqqez bei Protesten in Iran   -   Copyright  AP Photo   -  

In Iran dauern die Proteste gegen das Regime an. In Saqqez in der Provinz Kurdistan wurde eine Statue zu Ehren der Basij-Milizen niedergebrannt. Die Basidsch-e Mostaz'afin sind eine Freiwilligentruppe und Teil der Revolutionsgarden, die dabei helfen, Oppositionsproteste zu bekämpfen. Im Krieg gegen den Irak wurden Hunderte junge Basidsch als sogenannte "Himmelfahrtskommandos" in den Tod geschickt. 

Die Wut der Menschen richtet sich gegen die Symbole der Macht. Viele Expertinnen und Experten sprechen vom Beginn einer Revolution in der seit 1979 bestehenden Islamischen Republik.

Einige Protestierende in Teheran forderten "Kanonen", um die religiösen Anführer des Landes zu stoppen. Bei den Demonstrationen in der Hauptstadt machten auch Männer mit, wie auf Videos der Iran Human Rights Org. ICHRI zu sehen ist.

Es gehe um einen Regimewechsel, sagt auch Iran-Kenner Ali Fathollah Nejad im Gespräch mit den Tagesthemen. Wie viele andere ist der Politikwissenschaftler der Ansicht, dass das bestehende System der Islamischen Republik Iran nicht reformierbar sei.

Teils ohne das vorgeschriebene Kopftuch, das die Haare komplett bedecken muss, gingen in vielen Städten - wie in Mahabad, aber auch in Teheran - wieder Frauen auf die Straßen. "Freiheit" und "Tod dem Diktator" sind die Slogans der Proteste seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini vor mehr als drei Wochen.

Die junge Kurdin starb in Teheran, nachdem sie von der Sittenpolizei festgenommen worden war.