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Red-Bull-Chef: Milliardär Mateschitz mit 78 Jahren gestorben

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Von Euronews  mit dpa, AP
Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist mit 78 Jahren gestorben
Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist mit 78 Jahren gestorben   -   Copyright  ANDREAS SCHAAD/AP2005   -  

Der Gründer des Energy-Drink-Unternehmens Red Bull, der österreichische Multi-Milliardär Dietrich Mateschitz ist in Austin in Texas im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Sein Konzern Red Bull - mit Hauptsitz in Fuschl am See - beschäftigt weltweit etwa 13.000 Menschen. In den USA wollte Mateschitz laut Medienberichten ein neues Werk aufbauen.

Die Basis für Red Bull, die bekannteste Marke Österreichs, war ein Getränk aus Asien, das der Steirer Mateschitz vor 40 Jahren auf einer Geschäftsreise in Thailand entdeckt hatte.

Bekannt war Mateschitz, der sich kaum bei öffentlichen Auftritten und Events zeigte, auch für seinen Formel-1-Rennstall, als Sponsor von Fußball-Klubs und Extremsportarten wie Basejumping und Cliff Diving. 2005 hatte der Geschäftsmann SV Austria Salzburg gekauft - es folgten mehrere weitere Klubs.

In Sachen Marketing setzte er insbesondere mit dem Sponsoring der Extremsport-Events neue Maßstäbe.

Sein Red Bull Racing-Team ist in der Formel 1 sehr erfolgreich: 2010, 2011, 2012 und 2013 siegte das Team in der Konstrukteursmeisterschaft, während der Heppenheimer Sebastian Vettel in seiner Zeit bei Red Bull vier Fahrertitel in Folge gewann. Auch diese und die vorherige Formel-1-Weltmeisterschaft gingen mit Max Verstappen an einen Red-Bull-Fahrer.

Die konkurrierenden Formel-1-Firmen sprechen der Familie und den Freunden des Unternehmers ihr Beileid aus.

"Eigenwilliges Weltbild"

In Österreich gehörte dem - laut "Forbes" mit 26,9 Millarden Euro reichsten Mann im Land - auch Servus TV. In dem Sender kamen während der Pandemie oft Gegner der Coronaregeln zu Wort. Mateschitz galt auch als Trump-Anhänger sowie Verfechter von Verschwörungstheorien. Der Standard schreibt von einem "eigenwilligen Weltbild" des Verstorbenen.

Mateschitz, der einerseits sozial sehr engagiert war, war jedoch auch für seine Härte bekannt. Als er zum Beispiel von der Gründung eines Betriebsrates bei Servus TV hörte, drohte er kurzerhand mit der Schließung des Senders. Erst als die Betriebsratspläne deshalb kurz darauf vom Tisch waren, ging es bei Servus TV weiter.