Unruhen im Iran - Drei weitere Todesurteile

Geschlossene Geschäfte des Großen Basars von Teheran
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Von Isidro Murga
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In den vergangenen Tagen wurden bereits zwei Todesurteile gesprochen und weitere Urteile zu langjährigen Haftstrafen verhängt. Jetzt folgten drei weitere Todesurteile. Laut der iranischen Justiz sind bereits mehr als 1000 Personen im Zusammenhang mit den systemkritischen Protesten angeklagt.

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Im Iran sind drei weitere Demonstranten zum Tode verurteilt worden, gegen die Urteile könne noch Berufung eingelegt werden. 

Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, mit seinem Auto Polizisten angegriffen und dabei eine Person getötet zu haben. Ein weiteres Urteil wurde wegen Waffenbesitzes und Brandstiftung verhängt. Die dritte Person wurde als Rädelsführer und wegen Beschädigung öffentlichen Eigentums zum Tode verurteilt.

In den vergangenen Tagen wurden bereits zwei Todesurteile gesprochen, weitere Urteile zu langjährigen Haftstrafen verhängt. Laut der iranischen Justiz sind bereits mehr als 1000 Personen im Zusammenhang mit den systemkritischen Protesten angeklagt. Seit Beginn der Proteste vor zwei Monaten wurden rund 15.000 Demonstranten festgenommen. 

Trotz des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte breiteten sich die Proteste im ganzen Land aus, nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Iran Human Rights kamen dabei mindestens 326 Menschen ums Leben. Auslöser der landesweiten Proteste war der Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini, die in Polizeigewahrsam starb, nachdem sie von der Sittenpolizei festgenommen worden war.

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