Bewegende Schicksale: Erste "Kriegsbabys" kommen zur Welt

Ein Inkubator in einer improvisierten Geburtsstation in einem Keller in Lwiw.
Ein Inkubator in einer improvisierten Geburtsstation in einem Keller in Lwiw. Copyright Nariman El-Mofty/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit NLNOS
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Inna und Soldat Dmytro aus Odessa erfuhren nach Kriegsbeginn von der Schwangerschaft. Anlass genug, eine Flucht ins Ausland zu erwägen, aber das Ehepaar fand eine Lösung im Inland. Baby Sofia kam gesund in Lwiw zur Welt.

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Seit mehr als neun Monaten versinkt die Ukraine im Kriegschaos und entsprechend der Dauer erblicken jetzt die ersten sogenannten Kriegsbabys das Licht der Welt. Mütter wie Inna haben in der Regel kurz vor oder nach Kriegbeginn erfahren, dass sie schwanger sind. Bei Inna war dies sogar erst Ende April der Fall.

Sie und ihr Mann Dmytro, ein Soldat, entschieden sich zur Inlandsflucht von der Hafenmetropole Odessa in das vergleichweise sicherere westukrainische Lwiw. Dort kam Baby Sofia gesund und munter zur Welt.

Dmytro sagte in der Klinik in Lwiw, wo Sofia geboren wurde: "Ich habe vorgeschlagen, dass sie ins Ausland geht, aber sie wollte nicht. Sie sagte: Wir werden hier auf dich warten."

Inna meinte: "Wie sonst hätte er sein neugeborenes Kind sehen können? Wir entschieden uns für Lwiw. Dort sollte es weniger Bombardierungen geben."

Im Nachhinein hat sich Lwiw als gute Entscheidung erwiesen, trotz der Gefahr von Luftangriffen auch auf Kliniken. Trotzdem bleibt Zukunftsangst. Dmytros Fronturlaub läuft in einer Woche ab. Dann warte sie wieder jeden Morgen auf seinen Anruf, sagt Inna.

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